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»Mordanschuldigungen sind eine Lüge«

Erzbischof aus Orissa wehrt sich gegen Angriffe von Hindu-Nationalisten

Erzbischof Raphael Cheenath aus Cuttack-Bhubaneswar wehrt sich gegen Anschuldigungen, Drahtzieher des Mordes an Swami Lakshmananda Saraswati im August 2008 in Orissa gewesen zu sein. Dieser Mord war Auslöser einer beispiellosen Gewalt gegen Christen in dem indischen Bundesstaat.
FOTO: UCAN PHOTO SERVICE

Erzbischof Raphael Cheenath aus Cuttack- Bhubaneswar hat sehr verärgert sämtliche Vorwürfe eines Politikers zurückgewiesen, Drahtzieher des Mordes an Swami Lakshmananda Saraswati im August 2008 gewesen zu sein. »Dies ist eine große platte Lüge.«

Ashok Sahu, Vizepräsident der Bharatiya Janata Party (BJP) in Orissa politischer Arm der Hindutva-Bewegung, hat den Erzbischof zusammen mit dem katholischen Laienführer John Dayal (s. a. Artikel von John Dayal in dieser Ausgabe S. 12ff.) und Radhakant Nayak beschuldigt, den Mord an dem Hindu- Führer geplant zu haben. Dieser Mord am 23. August 2008 war der Auslöser für eine beispiellose Gewaltwelle gegen Christen im Distrikt Kandhamal im Bundesstaat Orissa (s. Schwerpunktthema dieser Ausgabe).

»Es gibt einen starken Verdacht«, dass Dayal zusammen mit Nayak und dem Erzbischof »sich verschworen haben, um den Swami zu eliminieren«, so Sahu in einem Blog auf der Internetseite udayindia.org. Alle drei hätten Bhubaneswar am 22. August 2008 verlassen, einen Tag vor dem Mord an den Hindu- Führer.

»Dies ist schlichtweg nicht wahr«, so Erzbischof Cheenath gegenüber UCANews am 17. September. »Ich selbst war zum Jahrestag des Todes meines Bruders in Kerala, als der Mord geschah.«

Sahu hat sich 2009 in Kandhamal als Kandidat für das Parlament zur Wahl gestellt, diese aber verloren. Im selben Jahr ist er am 14. April wegen seiner Hassreden gegenüber Christen von der Polizei verhaftet worden.

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