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150. Todestag von Pauline Marie Jaricot

Gedenken an Gründerin des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung

Pauline Marie Jaricot
FOTO: MISSIO-ARCHIV

Wie Fidesdienst berichtet, finden am 9. Januar 2012 in Lyon Gedenkfeiern zum 150. Todestag von Pauline Marie Jaricot (1799–1862), der Gründerin des Päpstlichen Werkes der Glaubensverbreitung, statt. Im Beisein des Erzbischofs von Lyon und Präsidenten des Französischen Vereins der Päpstlichen Missionswerke, Kardinal Philippe Barbarin, findet ein Gedenktag statt, der nach Angaben des Nationaldirektors der Päpstlichen Missionswerke in Frankreich, P. Pierre-Yves Pecqueux, mit einem abendlichen Gottesdienst in der Kirche San Nizier, wo die sterblichen Überreste von Pauline Jaricot ruhen, endet.

Pauline Marie Jaricot wurde am 22. Juli 1799 als Tochter eines Seidenfabrikanten- Ehepaars in Lyon geboren. Sie begeisterte der Gedanke, den christlichen Glauben möglichst vielen Menschen nahezubringen. Bereits als junge Frau trat sie in einen Verein des Institutes für die Auslandsmission von Paris ein, der Gebet und Spenden zur Unterstützung der Missionen im Fernen Osten erbat. Im Herbst 1819 kam ihr beim Gebet die Idee, wie sie der Mission auf konstante, bewusste, universale und organisierte Weise helfen konnte: es sollte eine Kette von kleinen Zusammenschlüssen entstehen, die sich jeweils zu zehnt um neue Mitglieder und das Sammeln von Spenden bemühten. So wurde am 3. Mai 1822 ein Laienverband namens »Rat für die Verbreitung des Glaubens « gegründet, der sich um die Missionen in aller Welt bemühte. 1826 organisierte der Verein erstmals das »Rosenkranz-Spiel« und es wurden die ersten Beziehungen zwischen dem Werk für die Glaubensverbreitung in Lyon und der Kongregation »Propaganda Fide« in Rom aufgenommen.

Von Frankreich aus dehnte sich das Werk rasch auf Italien, Belgien, Deutschland und Spanien und schließlich auf alle europäischen Länder aus.

In Deutschland begeisterte sich der Aachener Arzt Dr. Heinrich Hahn für die Ideen der jungen Französin und gründete 1832 den Franziskus-Xarerius-Verein, das heutige Päpstliche Missionswerk missio in Aachen.

1831 wurden die »Töchter Mariens« gegründet, in der sich Frauen zusammenschlossen, die sich Werken der Nächstenliebe widmen wollten. 1845 gründete Pauline Marie Jaricot, der das Los der Arbeiterschaft am Herzen lag, das »Werk der Arbeiterinnen«, eine Fabrik, die sie nach arbeiterfreundlichen Grundsätzen führen wollte. Der Betrieb musste nach kurzer Betriebszeit jedoch wieder geschlossen werden. Pauline sah sich von den Menschen verlassen und suchte mit Hilfe ihres geistlichen Begleiters Jean Marie Vianney Zuflucht bei Gott. Am 9. Januar 1862 starb sie in Lyon. Das Werk für die Glaubensverbreitung wurde mit dem Dekret »Romanorum Pontificum« von Papst Pius XI. weltkirchlich anerkannt und wird seither als Päpstliches Werk bezeichnet.

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