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FABC diskutiert sexuellen Missbrauch in der Kirche Asiens

Fünftägiges Seminar in Bangkok reflektiert Krise der Kirche

Die Föderation asiatischer Bischofskonferenzen hat vom 14.–19. November 2011 in Bangkok eine Konferenz zur Frage des sexuellen Missbrauchs innerhalb der asiatischen Kirche durchgeführt. Im Gegensatz zu anderen Konferenzen der FABC haben die Organisatoren der mehrtägigen Veranstaltung jeglichen Kontakt mit der Presse gemieden und keinerlei Erklärungen gegenüber Pressevertretern abgegeben.

Zu der mehrtägigen Zusammenkunft hatte das Sekretariat für den Klerus der FABC Kardinäle, Bischöfe und Ausbilder für die Priesterausbildung eingeladen. Im Einladungsschreiben hob das Sekretariat für den Klerus hervor, dass es in dieser mehrtägigen Veranstaltung darum gehe, »Briefe aus verschiedenen Ecken der Kirche zu diskutieren, dass Pädophilie bereits ein sehr ernstes Problem in Asien geworden ist«.

Father Lawrence Pinto, Leiter des Sekretariats für den Klerus der FABC, erklärte gegenüber UCA-News am 18. November, dass die Konferenz mit dem Titel »Die Auswirkungen der Pädophilie- Krise in der Kirche Asiens« für Journalisten nicht zugänglich sei und ihnen geraten worden sei, das Veranstaltungsgelände, die King David Hall auf dem Campus der Assumption University, nicht aufzusuchen. Ein Mitarbeiter der FABC ergänzte, dass diese Konferenz eine Veranstaltung hinter »verschlossenen Türen« sei und Father Pinto nicht wolle, dass Medienvertreter an dieser Veranstaltung teilnehmen.

Zu dieser Konferenz waren unter anderem ein Vertreter der Glaubenskongregation sowie der Benediktinerabt Michael Kelly eingeladen worden, der über die Rolle von Kirchenführern im Umgang mit Fällen des sexuellen Missbrauchs, insbesondere wenn es sich um Fälle von Pädophilie handele, sprechen sollte.

Als Zielsetzung dieser Konferenz ging es aus Sicht des Sekretariats für den Klerus vor allem auch darum, spezifische Richtlinien für den Umgang mit dieser Krise der Pädophilie in Asien zu erarbeiten.

»Seien wir nicht selbstgefällig und meinen, Pädophilie sei lediglich ein Problem des Westens oder anderer Kontinente dieser Welt; sie ist genauso geläufig in vielen Ländern Asiens«, so der Brief des Sekretariates für den Klerus.

Die Kirche in Asien sei verpflichtet, »drastische und unmittelbare Maßnahmen zu ergreifen, um das Problem des Kindesmissbrauchs innerhalb kirchlicher Kreise einzudämmen und um zu verhindern, dass dieses Problem genauso außer Kontrolle gerate wie in anderen Ländern bereits geschehen«, so der Brief.

Weiter führt der Brief aus, dass diese Fragestellung des Kindesmissbrauchs innerhalb der Kirche »wichtig und drängend « sei, da viele Priester, Ordensleute, ja selbst Bischöfe und Ausbilder sich nicht bewusst seien, was Pädophilie in Wirklichkeit sei und was dies für die minderjährigen Opfer bedeute.

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