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Indonesien

1,7 Millionen Kinder werden wie Sklaven behandelt

Regierung stellt Rückgang der Ausbeutung von Kindern fest

Die indonesische Regierung gab am 17. Januar bekannt, dass mehr als 1,7 Millionen Kinderarbeiter, vor allem Mädchen, auch weiterhin unter entsetzlichen Arbeitsbedingungen ausgebeutet werden.

Trotz dieser enorm hohen Zahl stellt die Regierung eine positive Entwicklung fest, da eine Vergleichsstudie aus dem Jahr 2007 noch vier Millionen ausgebeuteter Kinder gezählt habe. Den Rückgang führt die Regierung auf eine Reihe von Programmen zurück, die sie initiiert hatte und die Kinderarbeitern ermöglichte, eine Schulausbildung zu beginnen.

Daten der internationalen Arbeitsorganisation (ILO), des Arbeitsministeriums sowie der Statistikbehörde des Landes verdeutlichen, dass viele Kinderarbeiter sexuell missbraucht werden, genötigt werden, bei kriminellen Machenschaften mitzuwirken (zum Beispiel Drogenhandel) oder aber gefährliche Arbeiten ausüben müssen, die ihre Gesundheit und ihr Leben aufs Spiel setzen. Brutale Arbeitsbedingungen für Kinderarbeiter herrschen demnach auch in der Landwirtschaft, im Handelssektor und der fertigenden Industrie.

Der Menschenrechtsaktivist Abdul Hakim erklärte gegenüber UCANews am 18. Januar: »Kindersklaverei ist auch auf den Fischereiplattformen vor der Küste von Nord-Sumatra und Ost-Java zu finden, während die Ausbeutung von Kindern im landwirtschaftlichen Bereich vor allem auf Plantagen in Nord-Sumatra, Ost-Java, West- und Ost-Nusa Tenggara und auch in Westpapua vorkommt.« Kinderarbeiter, die auf den Fischereiplattformen vor der Küste arbeiten, würden – so der Aktivist – häufig sexuell missbraucht. Im Osten und Westen Javas sei zudem festzustellen, dass Kinder häufig der Prostitution zum Opfer fallen.

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