Forum Weltkirche AUSTRALIEN corner

AUSTRALIEN

Hat Papst Benedikt XVI. gegen Rechtsprinzipien verstoßen?

Wie die australische Tageszeitung »The Age« am 02. Februar berichtet, habe der Papst bei der Amtsenthebung von Bischof Morris aus der Diözese Toowoomba (vgl. Forum Weltkirche 4–2011, S. 6) gegen Rechtsprinzipien und auch gegen das geltende Kirchenrecht verstoßen. Zu diesem Urteil kommen, so »The Age«, unabhängig voneinander sowohl ein Richter des Obersten Gerichtshofes von Queensland, W. J. Carter, als auch der australische Kirchenrechtler Father Ian Waters aus Melbourne in ihren nun veröffentlichten Gutachten.

Carter wirft Papst Benedikt XVI. vor, dass das Verfahren gegen Morris zum einen eine mangelnde Fairness, zum anderen eine mangelnde Beweisführung aufweise. In 14 Punkten, so Richter Carter, sei Morris ein rechtlich einwandfreies Verfahren verweigert worden. So gebe es »nachweisbare Irrtümer bei der Auflistung von Fakten«, und Entscheidungen seien von »hochrangigen Kirchenvertretern eher auf Grundlage von Gerüchten und vom Hörensagen statt auf Grundlage von Fakten« getroffen worden.

Auch für den Kirchenrechtler Ian Waters stelle die Amtsenthebung von Bischof Morris ein zweifelhaftes Verfahren dar. So seien die juristischen Schritte, die das Kirchenrecht in einem solchen Verfahren vorsieht, nicht eingehalten worden. Bischof Morris sei auch nicht der Apostasie, Häresie oder als Schismatiker überführt worden.

Die Gutachten der beiden Juristen finden sich unter folgenden Internetlinks:

Gratis-Ausgaben

Ich möchte Forum Weltkirche mit 2 Gratis-Ausgaben kennen lernen.

/ Bestellen bei HerderShop24