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KOREA

Religiöse Führer fordern Freilassung von zwei Geistlichen

Demonstranten vor der Baustelle des neuen Marinestützpunktes in Jeju.
FOTO: UCANEWS

Religiöse Führer haben die südkoreanische Regierung aufgefordert, zwei Kleriker umgehend freizulassen, die im Verdacht stehen, während einer Demonstration auf das Gelände eines Bauunternehmens vorgedrungen zu sein, das den Aufbau einer umstrittenen Marinebasis leitet.

Bischof Matthias Ri long-hoon aus Suwon, Präsident der bischöflichen Kommission »Justitia et Pax«, erklärte am 13. März, dass die Verhaftung der beiden Geistlichen eine Verletzung ihrer Rechte darstelle.

»Die beiden Kleriker haben lediglich von ihrem Grundrecht auf Widerstand um der Gerechtigkeit willen Gebrauch gemacht. Demgegenüber hat der Staat jegliche Methode der Manipulation und Illegalität beschritten, um die neue Militärbasis errichten zu können.«

Das Büro der Staatsanwaltschaft in Jeju veröffentlichte am gleichen Tag ein Statement, in dem die Unterdrückung von Rechten in diesem konkreten Fall zurückgewiesen wurde. Bei diesem Fall gehe es nicht um die Unterdrückung der Religionsfreiheit oder anderer Rechte, sondern um ein Strafverfahren, so die Staatsanwaltschaft.

Gemäß der Staatsanwaltschaft seien die beiden Geistlichen verhaftet worden, da sie mit Schneidwerkzeugen am 09. März widerrechtlich einen Zaun zerstört haben, der das Konstruktionsbüro geschützt habe. Am 11. März hat das Gericht von Jeju deshalb gegen den Jesuiten Joseph Kim Jeong-uk und den Protestanten Reverend Lee Jeong-hun Haftbefehl erlassen.

Am 07. März hatte das Bauunternehmen eine Felsformation an der Küste gesprengt. Dies hatte neue Proteste gegen die Errichtung einer neuen Militärbasis hervorgerufen. Das Projekt hat religiöse und politische Führer gespalten und zahlreiche Umweltgruppen zum Protest veranlasst. Die neue Militärbasis soll der Stützpunkt von Zerstörern werden.

Der Nationale Rat der Kirchen Koreas erklärte in einem Statement, dass die beiden Geistlichen in das abgesperrte Gebiet eingedrungen seien, um ihren Glauben zu leben und Frieden und Umwelt zu schützen. Zugleich fordert der Rat der Kirchen die unmittelbare Freilassung der Geistlichen.

Wie UCANews mitteilt, wurden am 12. März weitere 16 Aktivisten, darunter drei katholische Diözesanpriester, verhaftet, weil sie verbotenerweise auf das Gelände vorgedrungen seien, um weitere Sprengungen zu verhindern.

Umweltschützer und religiöse Führer werfen der Regierung vor, mit der Errichtung der neuen Marinebasis eine besonders schützenswerte Natur zu zerstören und somit gegen geltendes Recht zu verstoßen.

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