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Christen in Angst

Ägypten vor der Wahl

von CORNELIS HULSMANN

Mit der Präsidentschaftswahl in Ägypten wird eine wichtige Entscheidung für die weitere Zukunft des Landes getroffen. Seit der Revolution wird erstmals ein neuer Präsident gewählt, der in diesem Präsidialsystem über große Macht verfügt. Die Schritte auf dem Weg zur Demokratie haben gezeigt, dass vor allem islamistische Gruppierungen im Land über eine recht hohe Zustimmung der Bevölkerung verfügen. Die Befürchtung vor allem von Christen ist es, dass sie zukünftig unter den erstarkten islamistischen Gruppen zu leiden haben. Andererseits gibt es auch die Befürchtung, dass das Militär die Macht nicht kampflos abgeben wird, dass es nur auf einen Grund wartet, um die eigene Position zu stärken und eingreifen zu können. Der vorliegende Beitrag befasst sich mit der Situation in Ägypten vor der Präsidentschaftswahl. Zahlreiche Hintergrundinformationen verhelfen dazu, so manche Entwicklungen in Ägypten besser einordnen und verstehen zu können.

Christen Ägyptens sind natürlich nicht erfreut über die starke Verschiebung hin zum Islamismus in Ägypten. Die islamistischen Parteien haben gemeinsam 73,8 Prozent der Stimmen für die Parlamentswahlen erhalten. Viele Christen befürchten nun das Schlimmste: einen islamistischen Präsidenten, der restriktive Gesetze für Christen und Liberale erzwingen wird.

Ägypten auf einen Blick

Fläche: 1.001.450 km2
Einwohner: 83.688.164
Religionen:
– Islam: 90 %
– Christen: 9 %
– Andere: 1 %
– Katholiken: 206.000

Diözesanpriester: 243
Ordenspriester: 166
Ordensbrüder: 42
Ordensschwestern: 1.160
Katechisten: 2.200
Quellen: Worldfactbook 2012; Statistisches Jahrbuch der Katholischen Kirche 2009

Gewalt gegen Christen

Seit der Revolution vom 25. Januar letzten Jahres hat die Gewalt allgemein und auch gegen Christen zugenommen. Einige der bekannteren Beispiele sind die Kirchenbrände in Sul (in der Nähe von Atfih)(Anm. 1), Imbabah (ein Stadtviertel von Kairo), und al-Al-Marinab (Anm. 2). Die furchtbare Gewalt von Maspero in Kairo am 09. Oktober 2011, die 27 Menschenleben forderte, sorgte ebenfalls für Schlagzeilen.(Anm. 3) Insbesondere auch Salafisten haben scheußliche Demonstrationen gegen Christen organisiert, z. B. haben sie fälschlich behauptet, dass Camelia Shehata, die Frau eines orthodoxen Priesters, sich zum Islam bekehrt hatte. Die gleiche Gruppe hat auch einen Film im Internet veröffentlicht, der die gleichen lächerlichen Behauptungen des niederländischen Journalisten Lex Runderkamp wiederholt, dass nämlich Christen in dem Dorf Al-Marinab ihre eigene im Bau befindliche Kirche in Brand gesetzt hätten. (Anm. 4) Der koptische orthodoxe Priester, Father Yu’annis aus dem Dorf Qufadah, etwa 180 km südliche von Kairo, berichtet, dass Mädchen sich in dem Dorf sehr konservativ kleiden müssen, um Probleme mit den örtlichen Muslimen zu vermeiden. (Anm. 5) Viele Christen haben Angst vor der Zukunft und versuchen das Land zu verlassen, sobald sie eine Möglichkeit sehen. So wie es auch Pastor Ashraf von der Presbyterianischen Kirche in Maadi, Kairo getan hat. Er verließ das Land, ohne seinen eigenen Kirchenrat vor seiner Abreise zu informieren. Nach seiner Abreise schrieb er dem Kirchenrat einen Brief und erklärte, dass er das Land zusammen mit seiner Frau und seinen Kindern verlassen habe, um in den USA an seiner Doktorarbeit zu arbeiten.(Anm. 6) Aber wird er je wieder zurückkehren?

Die Angst der Christen ist u. a. in den gewaltsamen Auseinandersetzungen der letzten Monate begründet. Am 09. Oktober 2011 forderte eine Demonstration koptischer Christen in Maspero, einem Stadtteil von Kairo, die in eine gewaltsame Auseinandersetzung mit Polizei und Armee mündete, 27 Menschenleben. Das Foto zeigt einen Demonstrationszug koptischer Christen.
FOTO: KNA-BILD

Schockierende Gesetzesentwürfe im Parlament

Die größere Rede- und Meinungsfreiheit seit der Revolution hat öffentliche Diskussionen ermöglicht und konsequenterweise auch radikalen Kräften Möglichkeiten geboten, ihre Meinung, die wenig Respekt vor anderen zeigt, zu vertreten. Vorschläge für neue und zugleich schockierende Gesetze sind in dem neu gewählten Parlament vorgestellt worden: ein Gesetzesentwurf schlägt vor, Nichtregierungsorganisationen noch mehr zu beschränken, ein anderer Entwurf schlägt vor, das Mindestalter für die Heirat auf 16 Jahre herabzusetzen – einige Vertreter des Parlaments würden das Alter am liebsten auf 14 Jahre herabsetzen.(Anm. 7) Dies würde einen enormen Rückschlag für Kinderrechte bedeuten, die Suzanne Mubarak in den 1990er Jahren gefördert hatte, indem sie sich dafür eingesetzt hatte, dass das Mindestalter auf 18 Jahre heraufgesetzt wurde. (Anm. 8) Haben solche Gesetzesvorschläge die Chance, wirklich Gesetz zu werden? Niemand kann es zu diesem Zeitpunkt sagen.

Medien prägen das Bild über Ägypten

Der Tourismussektor, in dem viele Christen tätig sind, wurde in Folge der Revolution schwer getroffen. Touristen sind sich nicht bewusst, dass die Spannungen und die Gewalt, die sie zwischen Demonstranten und Polizei und / oder der Armee sehen, nur in klar umgrenzten Gebieten bzw. Stadtteilen, vor allem in Kairo, stattfinden, während das Leben in anderen Teilen der Stadt so weitergeht als ob nichts geschehen sei. Die Medien tendieren dazu, das Negative in den Mittelpunkt zu stellen, statt ein genaues und umfassendes Bild von der Situation in Ägypten wiederzugeben. Dies hat natürlich enorme negative Auswirkungen auf die Tourismusindustrie in Ägypten, von der Millionen von Ägyptern finanziell abhängen. Die Furcht der Christen ist sehr echt und verständlich. Ein großer Teil gründet sich auf eigene Erfahrungen, aber auch auf Berichte, sowohl denen der Rundbriefe koptischer Aktivisten als auch der Medien. Es besteht eine Tendenz, die Gewalt gegenüber Christen hervorzuheben. Und dies, in Kombination mit der starken wirtschaftlichen Verschlechterung der Lebensgrundlagen der meisten Ägypter, lässt die Zukunft sehr düster erscheinen. Ist aber all diese Furcht gerechtfertigt? (Anm. 9)

Nach Bekanntgabe der ersten Ergebnisse der Präsidentschaftswahlen, demonstrieren Menschen am 28. Mai auf dem al-Tahrir-Platz in Kairo gegen die verbliebenen Kandidaten
Muhammad Mursi und Ahmad Shafiq, die sich einer Stichwahl unterziehen.
FOTO: KNA-BILD

Düstere wirtschaftliche Perspektiven

Was stimmt ist, dass Ägypten zu diesem Zeitpunkt extrem im Umbruch ist. Dinge entwickeln sich augenblicklich und niemand ist in der Lage, das Ergebnis hervorzusagen. Die Probleme Ägyptens sind zudem wesentlich größer als z. B. die von Griechenland. (Anm. 10) Das Land ist überbevölkert. 85 Millionen Menschen leben im Nildelta bzw. dem Nil-Tal. Dies entspricht in etwa der Fläche der Niederlande. Über 80 Prozent der Bevölkerung hat keine oder nur eine ungenügende Schulausbildung. Etwa der gleiche Prozentsatz der Bevölkerung lebt am oder unter dem Existenzminimum. Perspektiven, den Lebensstandard zu verbessern, sind sehr schlecht. Wasserknappheit wird für die nahe Zukunft erwartet, da die Bevölkerung weiter wächst. Die Preise für Benzin und Nahrungsmittel steigen weiter, was zu Demonstrationen führt. Die Regierung ist schwach. Große Teile der raren fruchtbaren landwirtschaftlichen Anbaufläche sind ungeregelter Bautätigkeit zum Opfer gefallen. (anm. 11) Die wirtschaftlichen Perspektiven sind düster. Es wäre mit Sicherheit sehr unklug, wenn Europa Ägypten nicht helfen würde, um aus dieser Abwärtsspirale herauszukommen.

Der Kampf um die Macht

Ägypten erlebt zurzeit einen Kampf um die Macht, während den drängenden wirtschaftlichen Nöten des Landes kaum Aufmerksamkeit geschenkt wird. Der Fokus liegt auf den Präsidentschaftswahlen (23. und 24. Mai). Ägypten hat ein Präsidialsystem, so dass dem Präsidenten eine große Macht zukommt. Der Präsident, und nicht das Parlament, nominiert den Premierminister, der wiederum das Regierungskabinett bildet. Der Präsident spielt zudem eine entscheidende Rolle in der Abfassung der Verfassung. Die Islamisten wollen, dass das Parlament die meisten Mitglieder der Verfassungskommission wählt, während säkulare Parteien eine Auswahl vorziehen, die die größeren Gruppierungen in der Gesellschaft widerspiegelt. Zudem wollen sie, dass SCAF (Supreme Council of Armed Forces – Höchster Militärrat) eine wichtige Rolle in diesem Zusammenhang übernimmt. Es gibt keinen Zweifel, dass diese Rolle zukünftig der neu gewählte Präsident vom Militärrat übernehmen wird. Vor diesem Hintergrund ist es keine Überraschung, dass der Machtkampf um die Präsidentschaft sehr heftig ist.

Die drei wichtigsten Machtblöcke im Land:

1. Der Höchste Militärrat (SCAF) kontrolliert 30 Prozent der Wirtschaft des Landes;

2. Islamisten (mit allen Variationen und Unterschieden), unter ihnen sind viele Geschäftsleute; der Block der Islamisten erhält Unterstützung von Saudi Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar und Kuwait. Die islamistischen Parteien erhielten zusammen etwa 69 Prozent der Stimmen bei der Parlamentswahl und 75 Prozent der Parlamentssitze. Die hohe Wahlbeteiligung für Islamisten ist die Folge dessen, dass Ägypten ein konservatives muslimisches Land ist. Religion ist für die Bevölkerung sehr wichtig. Der hohe Prozentsatz spiegelt jedoch nicht die Mitgliedszahlen der islamistischen Parteien wider, die viel geringer sind. Die Islamisten können mit Sicherheit auf die Stimmen, die ihnen in der Wahl für den Schura-Rat (Anm.: der Senat, sozusagen das Oberhaus des ägyptischen Parlaments; hat vor allem beratende Funktion) gegeben worden sind, zählen.

3. Säkulare Parteien (vor allem Liberale und Sozialdemokraten); zu ihnen gehören viele liberale Geschäftsleute. Die verschiedenen säkularen Parteien haben etwa 23 Prozent der Stimmen und 18 Prozent der Parlamentssitze erhalten. Ägyptens reichster Geschäftsmann, Najib Sawiris, ein Kopte, hat die Wahlkampagne des liberalen Blocks (al-Kutlah al-Misriyah) finanziert, ein aus drei Parteien bestehender Block, der jedoch nur sieben Prozent der Stimmen erhielt und nach der Wahl erneut auseinanderbrach.

Der frühere Premierminister Ahmad Shafiq (links) und Muhammad Mursi (rechts), Vorsitzender der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei (die Partei der Muslimbruderschaft), kämpfen um das Präsidentenamt in Ägypten.
FOTO: KNA-BILD

Der Kampf um die Kandidatur

Mit dem Wahlausgang zu den Parlamentswahlen würde man erwarten, dass die Wählerschaft für einen islamistischen Präsidentschaftskandidaten stimmt. Koptische Christen befürchten genau dies. Jedoch ist dies nicht so sicher wie es scheint. Der erste Kampf in diesem Machtpoker ging um die Frage, wer überhaupt als Kandidat zugelassen wird. Dieser Machtkampf führte zu einigen Überraschungen. Umar Sulayman, früherer Chef des ägyptischen Geheimdienstes, Hazim Abu Isma’il, ein salafistischer Rechtsanwalt und Khayrat al-Shatir, Mitglied des »Guidance Office« der Muslimbruderschaft (Anm.: das höchste Gremium der Muslimbruderschaft) wurden die Kandidatur untersagt. Abu Isma’il’s Anhänger wollten dies nicht schlucken und initiierten Demonstrationen auf dem al-Tahrir Platz, was zu Auseinandersetzungen mit dem Militär vor dem Verteidigungsministerium führte. Diese Auseinandersetzungen waren örtlich begrenzt und Ägypter, mit denen ich zusammentraf, zeigten denn auch keine Sympathien für diese Demonstranten. (Anm. 12)

Die wichtigsten Präsidentschaftskandidaten

Meinungsumfragen des Al Ahram Center for Polictical and Strategic Studies (ACPSS) zeigen, dass die zwei wichtigsten säkularen Kandidaten Amr Musá und Ahmad Shafiq bis zu 51 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen könnten; die Kandidaten der Islamisten, Abu al-Futuh, Muhammad Mursi and Salim al-’Awa, etwa 36 Prozent, während die Kandidaten der Linken 10 Prozent der Stimmen erhalten könnten. (Anm. 13) Amr Musá ist ein früherer Außenminister des Landes und ein früherer Generalsekretär der Arabischen Liga. Ahamd Shafiq ist ein früherer Minister für Zivilluftfahrt, war Chef der Fluggesellschaft Egyptair und kurzzeitig während der letzten Tage Mubaraks auch Premierminister. Abu al-Futuh war über 22 Jahre Mitglied des Guidance Office der Muslimbruderschaft, gehörte dem eher liberalen Flügel an und brach mit der Bruderschaft im Jahr 2009 (also vor der Revolution!). Arab-West Report interviewte ihn ausführtlich. (Anm. 14) Muhammad Mursi, Vorsitzender der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei, war zuvor Kopf der Gruppe der Muslimbruderschaft im Parlament während der Herrschaft Mubaraks. Muhammad Salim al-’Awa ist Islamist und reformorientierter Rechtsanwalt. Er war sehr enttäuscht über den muslimisch-christlichen Dialog in Folge der Regensburger Rede von Papst Benedikt XVI und die Art und Weise wie Papst Shenouda die ägyptischen Sicherheitskräfte zwang, Wafaa Costantine zurückzubringen, die Frau eines Priesters, die sich zum Islam bekehren wollte, um eine Scheidung zu erzwingen, die ihr die Kirche untersagte. In 2010 geriet Salim al-’Awa mehrmals mit dem Metropolitan, Bischof Bishuy, aneinander aufgrund einer Reihe von unglücklichen Statements über den Islam und Muslime. (Anm. 15) Die Regeln der Präsidentschaftswahl besagen, dass entweder ein Kandidat im ersten Wahlgang über 50 Prozent der Stimmen erhält, oder aber, falls dies nicht gelingt, die beiden Kandidaten mit den höchsten Stimmen in eine Stichwahl gehen müssen. In diesen Präsidentschaftswahlen spielen große Organisationen und die öffentliche Meinung eine große Rolle. Abu al-Futuh hat die öffentliche Unterstützung großer muslimischer Organisationen und der ägyptischen Salafisten erhalten, deren eigener Kandidat Hazim nicht länger im Rennen war. Abu al-Futuh ist sehr charismatisch und hat sehr positive Statements über ägyptische Christen abgegeben. Da er aber zugleich erklärte, dass es notwendig sei, die Scharia durchzusetzen und ihn auch Salafisten unterstützen, haben eine Vielzahl von Kopten und Liberalen, die ihn anfangs unterstützt hatten, ihre Unterstützung entzogen. Eine von ihnen ist Muná Makram ‘Ubayd, Professorin für Politikwissenschaften und Mitglied einer prominenten koptischen Familie. Am 02. Mai erklärte sie, dass sie ihre Unterstützung für Abu al-Futuh beende, da er zugleich die Unterstützung der Salafisten erhalte. Stattdessen unterstütze sie nur Amr Mu sá. Muná Makram ‘Ubayd hat sich immer für Bürgerrechte und gegen sektiererisches Denken eingesetzt. Ihre öffentliche Unterstützung für Abu al-Futuh war ein Indiz dafür, dass dieser Präsidentschaftskandidat bis zu einem gewissen Zeitpunkt durchaus in der Lage war, einen signifikanten Teil der säkularen Kopten auf sich zu vereinen. Die Statements von Muná Makram ‘Ubayd verdeutlichen jedoch auch, dass Abu al-Futuh diesen Teil der säkularen Kopten wieder verloren hat. (Anm. 16) Amr Musá ist natürlich sehr bekannt innerhalb und außerhalb Ägyptens. Er ist nicht sehr beliebt bei Islamisten und wird von vielen als jemand angesehen, der mit dem alten Regime verbunden ist. Aber wenn die Wahl lautet, zwischen einem Islamisten und einem Vertreter des alten Regimes zu wählen, so mögen viele den Vertreter des alten Regimes bevorzugen. Sein Alter, 75 Jahre, ist für viele eine Versicherung dafür, dass er nur eine Amtszeit regieren wird und nicht so lange wie Mubarak an der Macht bleiben wird.

Ausblick

Die zurückliegenden Wahlen, die Parlamentswahlen und die Wahlen für den Schura-Rat (Senat) zeigen, dass Islamisten eine Wählerschaft von mindestens fünf bis maximal 18 Millionen Wählern haben. Islamistische Parteien sind in der Lage, ihre Wählerschaft in der Regel besser zu mobilisieren als nicht-islamistische. Dies begünstigt die islamistischen Parteien, sollte die Wahlbeteiligung sehr niedrig sein. Die Präsidentschaftswahlen sind nicht das Ende des Transformationsprozesses. Einige Beobachter glauben, dass islamistische Gruppen gewaltsam gegen die Wahl eines von ihnen nicht unterstützten Kandidaten protestieren werden, sollte er tatsächlich die Wahl gewinnen. Wenn dies jedoch geschehen sollte, dann würde dies dem Militär einen exzellenten Grund dafür bieten, einzuschreiten und ihre Rolle in der Politik zu verstärken. Es wäre für das Land das Beste, wenn der Übergang friedlich verliefe und ein Modus Vivendi zwischen Islamisten und den Säkularen gefunden würde, wobei der Hauptaugenmerk auf die signifikanten ökonomischen Herausforderungen zu legen ist, denen sich das Land stellen muss.

CORNELIS HULSMANN
Chefredakteur von Arab-West-Report / Kairo

ANMERKUNGEN

1 Cornelis Hulsman. »The history of tensions in Sul,Atfih«, Arab-West Report, 1 Nov 2011 URL: Link
2 Lamı ¯s Yahyá. »What Happened in Al-Marinab Village?«, Arab-West Report, 12 Oct 2011. URL: Link .
3 Jayson Casper. »Analyzing Video Evidence from Maspiro: Bloody Confrontations following the Coptic Protest of October 9, 2011«, Arab-West Report, 26 Oct 2011. URL: Link and Cornelis Hulsman, »Eyewitness: Maspero«, Arab-West Report, 26 Mar 2012. URL: Link .
4 Cornelis Hulsman. »Commotion around Dutch journalist’s reporting about Al-Marinab«, Arab-West Report, 6 Dec 2011. URL: Link .
5 Besuch von Father Yu’annis, am 28.–29. April 2012.
6 Treffen mit Mitgliedern des Kirchenrats seiner Kirche im März 2012.
7 Interview Volkhart Windfuhr, Chairman, Cairo Foreign Press Association, 08. April 2012.
8 Das Gesetz zum Schutz von Kindern aus dem Jahr 1996 (Civil Law No. 12, 1996) erklärte ein Kinder bis zum Alter von 18 Jahren zu einem Minderjährigen. Cornelis Hulsman, »Open letter to former US Congressman Pastor Ed McNeely for writing President Bush a letter with wrong claims about Christian girls being kidnapped by Muslims«, Arab-West Report, 9 Aug 2003. URL: Link .
9 Berichte im Westen tendieren dazu, vor allem das Negative herauszustellen, den konkreten Kontext aber zu vernachlässigen. Siehe meine Rede für ein vom Europäischen Parlament organisierten Treffens am 09. Mai 2012: Cornelis Hulsman, »The Harms on Misreporting in Egypt«, Arab-West Report, 8 May 2012. URL: Link .
10 Treffen mit Dr. Ronald Meinardus, Direktor der Friedrich Naumann Stiftung, Kairo, Februar 2012.
11 Cornelis Hulsman and Jenna Ferrecchia, »Post-Revolutionary Construction in Egypt«, Arab-West Report, 22 Mar 2012. URL: Link .
12 Ich war auf dem Tahrir-Platz am 04. Mai 2012. Während Demonstranten vor dem Verteidigungsministerium mit dem Militär zusammenstießen, waren der Tahrir-Platz und andere Teile Kairos sehr ruhig.
13 Diese Informationen wurden von einem hochrangigen ägyptischen Diplomaten am 08. Mai 2012 zur Verfügung gestellt.
14 Cornelis Hulsman. »Interview with Abd al-Mun’im Abu al- Futuh, Presidential hopeful«, Arab-West Report, 19 Feb 2012. URL: Link .
15 Cornelis Hulsman. »Intolerant Climate in Egypt and Media Manipulations Result in Row Around Bishop Bı¯shu¯y«, Arab-West Report, 25 Oct 2010. URL: Link .
16 »Trickle into a flood«, SalamaMoussa, Blog. 1 May 2012, URL: Link .

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