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SRI LANKA

Unterstützer tamilischer Gefangener beginnen Hungerstreik

Verwandte, Menschenrechtsaktivisten und Politiker haben Mitte Mai in Vavunja einen Hungerstreik begonnen. Sie fordern von der Regierung, dass die seit Mai 2009 inhaftierten tamilischen Gefangenen, die sich zum Ende des Bürgerkrieges der Armee ergeben hatten, entweder sofort freigelassen werden oder aber endlich vor ein Gericht gestellt werden, damit über ihren Fall entschieden wird. Seit drei Jahren schon sind die Gefangenen ohne jegliches Gerichtsverfahren in Haft.
FOTO: UCANEWS

Mehrere Hundert Tamilen seit 2009 ohne Verfahren im Gefängnis

Mehr als 500 Aktivisten haben Mitte Mai einen Hungerstreik begonnen, um ihrer Forderung nach Freilassung von tamilischen Langzeitgefangenen aus verschiedenen Gefängnissen des Landes Nachdruck zu verleihen.

Verwandte und Politiker begannen ihren Hungerstreik in Vavunja, 250 Kilometer nördlich von Colombo. Währenddessen sind auch 234 tamilische Gefangene in einen Hungerstreik getreten. Sie fordern, dass ihre Fälle entweder endlich vor Gericht verhandelt werden oder aber dass sie endlich freigelassen werden.

Die Gefangenen waren zum Ende des Bürgerkriegs im Mai 2009 den Sicherheitskräften übergeben worden.

»Wir fordern die Regierung auf, sofortige Schritte einzuleiten, um die tamilischen politischen Gefangenen freizulassen «, so Perumal Boominathan, Sekretär der Bewegung zur Freilassung politischer Gefangener. Die meisten Gefangenen, so Boominathan, sind bis heute nicht verurteilt worden.

»Gefangene, die sich in verschiedenen Gefängnissen dem Protest angeschlossen haben und willens sind, im Zweifelsfall den Hungerstreik bis zum Tode durchzuführen, werden ihren Hungerstreik nicht aufgeben. Sie sollten entweder endlich vor ein Gericht gestellt werden oder aber unmittelbar freigelassen werden«, so Boominathan gegenüber UCANews am 24. Mai.

Der tamilische Parlamentsabgeordnete Rajavarothiam Sampanthan erklärte erst kürzlich im Parlament: »Von einigen Gefangenen, die den Hungerstreik begonnen haben, hat sich der Gesundheitszustand erheblich verschlechtert.«

Minister Nimal Siripala de Silva erklärte am 23. Mai gegenüber dem Parlament, dass die neuen Gerichte, die sich der Fälle der Gefangenen annehmen werden, innerhalb eines Monats errichtet würden. Seiner Meinung nach seien die Langzeitgefangenen mutmaßliche Tamil Tigers, also Mitglieder der LTTE und keine politischen Gefangenen. Lediglich 300 Fälle stünden noch aus, so der Minister.

Nach Angaben der Regierung seien bereits über 10.000 Personen, die sich zum Ende des Bürgerkrieges ergeben hatten, rehabilitiert und freigelassen worden. Anfang Mai hatte die EU die Regierung in Sri Lanka aufgefordert, für faire Verfahren für die Langzeitgefangenen Sorge zu tragen.

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