INFORMATIONEN BELGIEN / NIGERIA EIN LEIDENSCHAFTLICHER FÖRDERER DES DIALOGS UND DES FRIEDENS corner

INFORMATIONEN BELGIEN/NIGERIA

"Ein leidenschaftlicher Förderer des Dialogs und des Friedens"

Erzbischof John Onaiyekan aus Abuja (Nigeria) hat von Pax Christi International den diesjährigen Friedenspreis
für sein langjähriges Engagement des Dialogs zwischen Christen und Muslimen verliehen bekommen. Zugleich hat Papst Benedikt XVI. ihn zum Kardinal ernannt. Das Foto zeigt ihn am Ende des Konsistoriums beim Empfang im Vatikan.
FOTO: KNA-BILD

Die internationale katholische Friedensbewegung Pax Christi International hat dem nigerianischen Erzbischof John Onaiyekan den diesjährigen internationalen Friedenspreis für seine beständigen Bemühungen verliehen, das Verständnis füreinander von Menschen unterschiedlicher Religionen durch den Dialog in Afrika zu fördern.

Seit 1994 ist Onaiyekan Erzbischof von Abuja. Er ist zusammen mit Sheik Shaban Mubaje, Großmufti aus Uganda, Co-Vorsitzender des African Council of Religious Leaders – Religions for Peace (ACRL – RfP). Er war über viele Jahre Vorsitzender der nigerianischen Bischofskonferenz, Co-Vorsitzender des Interreligiösen Rates Nigerias (NIREC) und auch Präsident der Christian Association of Nigeria (CAN). Am 24. Oktober ernannte ihn Papst Benedikt XVI. zum Kardinal.

Wie es in der Begründung für den Friedenspreis auf der Homepage von Pax Christi International heißt, sei John Onaiyekan ein leidenschaftlicher Förderer des Dialogs zwischen Christen und anderen Religionen und ein Anwalt des Friedens und der Kooperation, insbesondere in Nigeria. Während der Bischofssynode zum Thema Neuevangelisierung hob Onaiyekan hervor:

»Christen sehen sich selbst in Nigeria nicht massiv verfolgt durch Muslime an. Unsere Bevölkerung von insgesamt etwa 160 Millionen Menschen besteht etwa zu gleichen Teilen aus Christen und Muslimen, sowohl was die Zahl als auch den Einfluss betrifft. Wir haben uns nicht zu schlecht angestellt, friedvoll in der gleichen Nation zusammenzuleben. Wir glauben, dass wir unsere Lektionen gelernt haben, die auch für andere Regionen der Erde von Nutzen sein können.«

»Muslime und Christen haben eine gemeinsame Verantwortung, sich für Frieden und Harmonie untereinander und in unserer Welt einzusetzen. Und in beiden religiösen Traditionen gibt es weite Bereiche gemeinsamer Grundlagen, an die uns das II. Vaticanum erinnert. Die neue Evangelisierung wird zur Folge haben, dass wir gemeinsam für die Förderung gemeinsamer Werte eintreten werden, in einer Welt, die dieser Werte dringend bedarf.«

Die Co-Präsidenten von Pax Christi International, Ms. Marie Dennis (USA) und Bischof Kevin Dowling (Südafrika) betonten während der Verleihung, dass »Versöhnung im Herzen der Friedensarbeit von Pax Christi International steht.« Diese Versöhnung werde in vielen Teilen dieser Welt dringend benötigt. Im Herzen aller größeren Religionen findet sich die Botschaft des Friedens, der gerechten Beziehungen untereinander und der gerechte Umgang mit seinem Nächsten. »Es ist mit Sicherheit im Interesse aller Nigerianer, vereint zu bleiben in ihrem Entschluss, ihr Land von jeglicher extremistischer Gewalt zu befreien, die eine Spaltung des Landes hervorzurufen droht«, so Bischof Kevin Dowling. Pax Christi International sei sehr dankbar für das großartige Engagement von Erzbischof Onaiyekan für den Frieden, nicht nur in seiner Heimat, sondern in ganz Afrika und darüber hinaus in vielen Ländern der Erde.

An der Preisverleihung nahmen neben zahlreichen geladenen Gästen auch der nigerianische Botschafter in Belgien, Felix E. Awanbor, sowie viele Mitglieder der nigerianischen Gemeinschaft in Belgien teil.

Gratis-Ausgaben

Ich möchte Forum Weltkirche mit 2 Gratis-Ausgaben kennen lernen.

/ Bestellen bei HerderShop24