März / April 2013 INFORMATIONEN corner

Deutschland

Weltweite Religionsfreiheit im Fokus

Das Thema Religionsfreiheit steht 2013 im Fokus der Arbeit von missio Aachen. Dies erklärte Prälat Dr. Klaus Krämer während des diesjährigen Neujahrsempfangs von missio Aachen. Das Foto, aufgenommen
während des Neujahrsempfangs, zeigt Dr. Gregor von Fürstenberg (links), Vizepräsident von missio Aachen, Prälat Dr. Klaus Krämer (Mitte), Präsident von missio Aachen, und Kerstin Fuchs, Bundesvorsitzende der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG). FOTO: MISSIO AACHEN

missio Aachen stellt Jahresprogramm 2013 vor

Religionsfreiheit weltweit steht 2013 im Fokus des Internationalen Katholischen Missionswerkes missio in Aachen: Ägypten ist das Beispielland für den diesjährigen »Monat der Weltmission« im Oktober unter dem Leitwort »Ich will euch Zukunft und Hoffnung geben« (Jer 29,11). Dies kündigte Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, beim Neujahrsempfang des pastoralen Hilfswerkes am 09. Januar in Aachen an.

Als Gastrednerin war Kerstin Fuchs, Bundesvorsitzende der Deutschen Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG), zum Neujahrempfang eingeladen worden. Sie würdigte den gemeinsamen Einsatz von missio Aachen und dem katholischen Jugendverband für Flüchtlinge in der Demokratischen Republik Kongo als »tätige Solidarität«. Gleichzeitig solle dieses Engagement weiter entwickelt werden. »Wir müssen Öffentlichkeit und Politik für die Grundrechte von Flüchtlingen auch bei uns in Deutschland sensibilisieren«, so Fuchs.

Laut Prälat Krämer wird die Kampagne zum »Monat der Weltmission« am 06. Oktober 2013 durch Joachim Kardinal Meisner im Kölner Dom eröffnet. Leonardo Kardinal Sandri, Präfekt der Kongregation für die orientalischen Kirchen, begleitet die Eröffnung. Gäste aus Ägypten informieren den gesamten Oktober über in Deutschland über ihr Leben als Christen in dem nordafrikanischen Land. Höhepunkt der Kampagne ist dann der »Sonntag der Weltmission« am 27. Oktober 2013 mit bundesweiter Kollekte.

missio Aachen flankiert, so Prälat Krämer, diese Kampagne mit einer »Konferenz zur Situation der Christen in Ägypten« am 22. und 23. Januar 2013 in Kairo. »Wir wollen damit zum zweiten Jahrestag der Revolution in Ägypten ein Zeichen setzen«, sagte der missio-Präsident. Vertreter der ägyptischen Kirchen werden in Kairo Perspektiven diskutieren, wie die Christen auf die Transformationsprozesse in der arabischen Welt reagieren und sich in den Prozess der Demokratisierung einbringen können. (Anmerkung: Ausführlich wird Forum Weltkirche in der kommenden Ausgabe über die Situation in Ägypten und die Konferenz zur Situation von Christen in Ägypten berichten.)

In diesem Jahr startet die neue Kommunikationslinie Religionsfreiheit von missio Aachen, so Krämer weiter. »Das passt gut zu Ägypten als Beispielland für den diesjährigen Monat der Weltmission«, sagte der missio-Präsident. Mit dieser neuen Kommunikationslinie soll die spirituelle Solidarität der Christen in Deutschland mit diskriminierten, bedrängten und verfolgten Christen weltweit gefördert, deren Lage durch Projektzusammenarbeit verbessert und ihre Interessen gesellschaftspolitisch besser vertreten werden können. Dem dient in diesem Jahre beispielsweise auch die Publikation der »Länderberichte Religionsfreiheit« über die Vereinigten Arabischen Emirate, Indien, Nigeria, Bangladesch, Myanmar, Kambodscha, Laos, Malaysia und Singapur sowie Menschenrechtsstudien zu Themen wie weibliche Beschneidung in Ägypten, die Lage in Osttimor oder Fragen der verfassungsrechtlichen Verankerung der Religionsfreiheit. Die neue Kommunikationslinie ergänzt dabei die schon bestehenden Linien »Für Familien in Not. Weltweit« und »Glauben Teilen. Weltweit«.

»Glauben Teilen. Weltweit«: Mit einem eigenen Glaubenszeugnis tritt missio Aachen am 6. Juni 2013 dann auch beim Eucharistischen Kongress in Köln auf, informierte Prälat Krämer weiter. Dort wird unter anderem die missio- Ausstellung »Glaubenszeugen« mit prominenten Gästen zu sehen sein. »Es ist ja ein Grundanliegen unserer Arbeit, dem Glauben ein neues Gesicht zu geben «, so Krämer.

missio Aachen als Internationales Katholisches Missionswerk will als dritten Schwerpunkt in diesem Jahr seine Kenntnisse an globalen Glaubenserfahrungen auch für die Zukunftsfähigkeit des pastoralen Lebens der katholischen Kirche in Deutschland fruchtbar machen. Die Arbeit der »Kleinen Christlichen Gemeinden « (KCG) in Afrika, Asien und Ozeanien bietet hier vielfältige Lernmöglichkeiten. »Das wird uns noch intensiver beschäftigen«, meinte Krämer. »Wir bekommen sehr viele positive Rückmeldungen und erleben gegenüber dem Ansatz der Kleinen Christlichen Gemeinden in deutschen Diözesen eine neue pastorale Offenheit, die hoffen lässt«, sagte Krämer. So organisierte missio in Aachen beispielsweise vom 17. bis 20. Januar 2013 in Zusammenarbeit mit Adveniat und der Universität Tübingen ein interkontinentales Symposium »Kirche unterwegs in christlichen Basisgemeinden/Kleinen Christlichen Gemeinden«.

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