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Papstberater sieht die Kirche der Zukunft als eine dienende Kirche

Kardinal Oscar Rodriguez Maradiaga aus Honduras, Leiter des achtköpfigen Gremiums von Kardinälen, das den Papst hinsichtlich der Reform des Vatikans beraten soll, betonte am 25. Oktober während eines Vortrages an der University of Dallas, die Kirche zu einer Kirche der Armen werden müsse. Das Foto zeigt ihn während des Konklaves am 11. März in Rom.
FOTO: KNA-BILD

Mit deutlichen Worten hat Kardinal Rodriguez Maradiaga aus Honduras am 25. Oktober 2013 an der University of Dallas eine mutige Vision der Kirche der Zukunft beschrieben. Wie »Dallas News« am 28. Oktober berichtete, sieht Rodriguez nur eine Zukunft für die Kirche, wenn sie demütig versucht, Jesus nachzufolgen.

»Jesus war nicht reich. Er lebte als ein armer Dorfbewohner. Es ging ihm nicht darum, bei den Mächten dieser Welt beliebt zu sein. Wenn die Kirche eine Mission hat, dann besteht sie darin, die Taten Jesu kundzutun. Wie Papst Franziskus sagte, wir alle haben hin zu den Peripherien dieser Welt zu gehen und das Reich Gottes zu verkünden. Selbst Jesus verkündete nicht sich selbst, sondern das Reich Gottes.«

Maradiaga, Erzbischof von Tegucigalpa in Honduras und Leiter des achtköpfigen Kardinalsgremiums, das den Papst in wichtigen Fragen berät, forderte in seiner Rede, die Mauern zwischen der ordinierten Hierarchie und den Laien in der Kirche niederzureißen. Alle Katholiken müssen zu leidenden Gottesknechten werden.

»Kein Dienst oder Amt in der Kirche kann über die Würde, die allen gleich ist, gestellt werden. Weder sind die Kleriker ›die Männer Gottes‹, noch sind die Laien ›die Männer und Frauen dieser Welt‹. Dies ist ein falscher Gegensatz. Die Kirche als eine Gesellschaft von Ungleichen verschwindet. Wir sind hier, um zu dienen. Und dies bedeutet, sich selbst zu erniedrigen, um zu dienen … Die Kirche muss sich selbst als guten Samariter auf Erden verstehen lernen.«

Dies jedoch, so der Kardinal, werde die Kirche in eine Situation bringen, in der sie die Mächte dieser Welt gegen sich aufbringe, eine Welt, »in der das Finanzkapital über Milliarden von Menschen die Macht über Leben und Tod ausübt – das Finanzkapital entscheidet, wer das Recht hat zu leben und wer zum Sterben verurteilt ist.«

Um dieses System zu ändern, würde es notwendig sein, die Macht der neuen Feudalherrscher zu zerstören und diese zu ersetzen mit »Barmherzigkeit und Solidarität und zurückzukehren zu einer Kirche der Armen«.

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