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INDIEN

Hilfeaufruf für Opfer der Kaschmirregion führt zu Gewalt durch Hindu- Nationalisten

Fanatische Hindus stürmen und verwüsten Universität

Hindu-Nationalisten sind am 15. September auf den Campus der Virkam Universität vorgedrungen und haben Büros und Einrichtungen zerstört, Fensterscheiben zerschlagen und Ventilatoren von den Decken gerissen. Wie der Vizekanzler der Universität, Jawaharlal Kaul, in einem Statement mitteilte, sei der Angriff eines Mobs junger Männer unmittelbar nach Veröffentlichung eines Aufrufs der Universität ergangen, den Opfern der Flutkatastrophe in der mehrheitlich muslimischen Kaschmirregion zu helfen.

»Es gab von uns einen Aufruf, den Opfern der Flutkatastrophe der Kaschmirregion zu helfen, insbesondere auch den Familien unserer Studierenden, die aus dieser Region stammen. Unsere Regierung hatte zuvor einen ähnlichen Aufruf erlassen. Trotzdem kam es zu dieser Gewalt.«

Nach Aussage des Vizekanzlers gehören die Gewalttäter Vishwa Hindu Parishad an, eine militante Gruppierung der Hindutva-Bewegung, eng verbunden mit der nun herrschenden Bharatiya Janata Partei (BJP) von Premierminister Narendra Modi.

Der Bundesstaat Jammu und Kaschmir ist Indiens einziger Bundesstaat mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung. Die Kaschmirregion ist bis heute Konfliktherd zwischen den beiden Ländern Indien und Pakistan.

»Als der Mob unseren Campus stürmte, verlangten die Männer zunächst eine Erklärung, wieso wir den Familien von Studierenden aus Kaschmir helfen wollten.« Sodann sei die Gewalt ausgebrochen.

Dieser Vorfall reiht sich ein in eine ganze Reihe von Vorfällen durch Mitglieder der nationalistischen Hindutva- Bewegung, die in ihrer Ideologie nur Hindus als rechtmäßige Bürger Indiens anerkennt.

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