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SRI LANKA / MYANMAR

Extremistische Buddhisten vereinigen sich

Ein höchst umstrittener buddhistischer Mönch aus Myanmar, der angeklagt ist, zur Gewalt gegen die Minderheit der Muslime in seinem Land angestiftet zu haben, erklärte am 29. September 2014, dass seine Bewegung mit einer umstrittenen buddhistischen Bewegung Sri Lankas zusammenarbeiten werde, um gemeinsam die Bedrohung durch extremistische Muslime abzuwehren.

Vor einer Versammlung buddhistischer Mönche in der Hauptstadt Sri Lankas, in Colombo, behauptete Wirathu, Führer der extremistischen Bewegung »969« in Myanmar, dass Buddhisten in der gesamten Welt bedroht seien.

»Buddhisten in der ganzen Welt stehen heute einer ernsthaften Bedrohung durch Jihadisten-Gruppen gegenüber. Buddhistische Tempel sind zerstört worden. Es gibt einen Jihad gegen buddhistische Mönche. Medienorganisationen zusammen mit den Weltmächten nutzen ihre Technologien, um eine Kampagne gegen den Buddhismus zu fahren.«

Wirathu sprach vor etwa 5.000 Menschen, darunter viele Mönche. Die Versammlung war organisiert worden von der extremistischen Organisation Bodu Bala Sena (BBS), die bereits mehrfach in Sri Lanka zur Gewalt gegen religiöse Minderheiten in dem südasiatischen Land angestiftet hatte.

»Um den bedrohten Buddhismus in der Welt zu schützen, wird meine Bewegung »969« der BBS die Hand reichen«, so Wirathu.

Der Führer der BBS, Kirama Wimalajothi, erklärte während der Versammlung, dass Buddhisten durch »Extremisten « anderer Religionen bedroht seien.

»Sri Lanka ist nicht ein multireligiöses Land, es ist ein singhalesischbuddhistisches Land. Christliche Fundamentalisten haben tausende von Buddhisten zu Christen bekehrt, und nun erleben wir die Bedrohung durch extremistische muslimische und christliche Gruppen!«

Der Generalsekretär der BBS, Galagoda Gnansara, erklärte der Versammlung: »Soziale Medien werden unsere Botschaft verbreiten, wenn die Massenmedien unsere Botschaft verschweigen wollen!«

Wirathus Besuch erfolgte trotz zahlreicher Proteste muslimischer Gruppen in Sri Lanka. Der Rat der Muslime Sri Lankas hatte zuvor Präsident Rajapaksa aufgefordert, Wirathu die Einreise zu verweigern. Seine Bewegung »969« wird in Myanmar für die Gewalt gegen das Volk der Rohingya und die Vertreibung von mehr als 100.000 Menschen, überwiegend Muslime, in Myanmar im Juli 2012 verantwortlich gemacht.

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