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missio-Neujahrsempfang – Gegen Fremdenfeindlichkeit und Islamophobie

Bezug nehmend auf die aktuellen Ereignisse (gemeint sind der furchtbare Terroranschlag in Paris, die schreckliche Gewalt der IS im Mittleren Osten und auch die islamfeindlichen Bewegungen in Deutschland) betonte Prälat Dr. Klaus Krämer während des Neujahrsempfangs von missio Aachen am 12. Januar, dass missio es sich zur Aufgabe gemacht habe, auch weiterhin differenziert und fundiert die Frage der Religionsfreiheit zu thematisieren. Von links: Prälat Dr. Klaus Krämer, Bischof em. Peter Marzinkowski CSSp (der diesjährige Gast des Neujahrsempfangs) und Vizepräsident Dr. Gregor von Fürstenberg.
FOTO: MISSIO AACHEN

Präsident Krämer bekräftigt differenzierten Kurs des Werkes beim Thema Religionsfreiheit

Das Internationale Katholische Missionswerk missio in Aachen will sich weiterhin differenziert und im Gespräch mit allen Religionen für das unteilbare Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit einsetzen. Dies sei angesichts des jüngsten islamistischen Terrorangriffs in Paris, der islamkritischen Pegida-Aufmärsche in Deutschland und der anhaltenden Krise im Nahen Osten »eine große Herausforderung für das Jahr 2015«, sagte missio- Präsident Prälat Klaus Krämer beim Neujahrsempfang des Werkes am Dienstag, 12. Januar, in Aachen.

Prälat Krämer warnte davor, Ängste in der Bevölkerung zu schüren und das Verhältnis der Religionen »schwarz-weiß zu malen«. Es dürfe in Deutschland »kein Klima der Fremdenfeindlichkeit oder Islamophobie« entstehen. Deshalb helfe missio bedrängten Christen wie Angehörigen anderer Religionen gleichermaßen, wenn deren Menschenrecht auf Religionsfreiheit verletzt werde.

Dabei spiele die Meinungsfreiheit eine wichtige Rolle. »Es gehört zur Religionsfreiheit, dass auch Kritik an den Religionen geübt wird, auch wenn das für die Betroffenen nicht immer angenehm ist«, so Krämer weiter. Darüber könne und müsse dann eine angemessene kritische Auseinandersetzung stattfinden. »Auch die Kritiker der Religionen müssen kritikfähig sein«, meinte Krämer. Entscheidend sei es, alles dafür zu tun, dass dies in einer Kultur des gegenseitigen Respektes geschehe.

Gast des missio-Neujahrsempfangs war der emeritierte Bischof Peter Marzinkowski CSSp. Er leitete zuletzt das Bistum Alindao in der Zentralafrikanischen Republik. Er forderte die Kirche und Politik in Deutschland auf, »mehr Vertrauen in die afrikanischen Führungskräfte « zu zeigen. Nur gemeinsam mit diesen Führungskräften könne Afrika eine gute Zukunft haben.

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