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WELTKIRCHE IN DEUTSCHLAND

Auftrag und Perspektive der Bildungsarbeit missios in Deutschland

Norbert Nagler

Nachdenken – Präsentieren – Diskutieren.
FOTO: STEFFEN JAHN

Dagegen genießt die missionarische und weltkirchliche Arbeit seitens der Deutschen Bischofskonferenz besondere Aufmerksamkeit. Verschiedene Publikationen der letzten Jahre folgen genau diesem Fokus. Die Deutsche Bischofskonferenz beauftragte in den Jahren 2006 – 2009 unter Leitung von Erzbischof Ludwig Schick das Projekt »Zur Zukunft der weltkirchlichen Arbeit in Deutschland« mit dem Ziel, die vielfältigen Aktivitäten und wechselseitigen Erwartungen der Akteure zu erheben, verbesserte Kooperationsmöglichkeiten auszuloten und die Schlagkraft der weltkirchlichen Arbeit in Deutschland zu erhöhen.

»Weltkirche« – eine Wirklichkeit im Wandel

Doch lassen Sie uns zunächst darauf blicken, was wir meinen, wenn wir von »Weltkirche« sprechen. Welche Bilder haben wir im Kopf? Bei vielen von uns tauchen zunächst die Bilder von Not und Armut in der Welt auf, die oft auch die Brennpunkte kirchlichen Handelns in der Welt bilden. Viele denken Weltkirche noch immer in klar umrissenen Regionen und Zuschreibungen. Wir sprechen von den Kirchen des Nordens und des Südens, von armen und reichen Ortskirchen oder von den Kirchen des jeweiligen Kontinents. Aber diese Zuordnungen tragen immer weniger in unserer globalisierten und mobilen Weltgesellschaft mit vielfältigen Reisebewegungen in den Bereichen von Tourismus, internationaler Forschung und globalisierter Wirtschaft, und – auf der Schattenseite – einem noch nie gekannten Strom an Flüchtlingen. Während ich diese Zeilen schreibe, sind laut dem UNHCR-Report für Flüchtlinge in 2013 erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg auf der Welt mehr als 50 Millionen Menschen als Flüchtlinge, Vertriebene und Binnenvertriebene unterwegs. Auch die modernen Medien mit Berichten aus aller Welt und die beinahe unbegrenzten Möglichkeiten weltweiter digitaler Kommunikation haben die Welt in Echtzeit zusammengeführt. Es gibt nicht länger die katholische Kirche des Nordens und des Südens, die katholische Kirche in Deutschland und die katholische Kirche im Ausland. Die so genannten muttersprachlichen Gemeinden in Deutschland integrieren sich immer mehr und machen Deutschland und seine Kirche hier und heute zu einer multikulturellen Gemeinschaft. Die deutschsprachigen Gemeinden im Ausland müssen ihren Glauben in ganz neuen politischen und kulturellen Kontexten leben und sich bewähren, mit neuer Offenheit auf ihre Gastgeber/ innen zugehen, damit Begegnung und Zusammenleben zwischen den Völkern und Kulturen gelingt. All diese Entwicklungen verändern die Weltkirche.

Immer wieder den eigenen Standpunkt reflektieren …
FOTO: STEFFEN JAHN

Organisationsstruktur und Akteure der weltkirchlichen Arbeit in Deutschland

Weltkirchliches Handeln in Deutschland ist von einer Vielzahl von Akteuren getragen:

  • Die 27 deutschen Diözesen nehmen aktiv ihre jeweilige Verantwortung für die Weltkirche wahr. Viele pflegen eine diözesane Partnerschaft mit einem Land und einer Ortskirche des Südens und organisieren Prozesse des Austauschs auf der Ebene des Personals, der Ideen und der finanziellen Mittel. Gemeinsam werden pastorale Erfahrungen ausgetauscht und neue Projekte geplant, verabredet, durchgeführt und ausgewertet. Auch so wird miteinander gelernt.
  • Die Pfarreien mit ihren Sachausschüssen »Mission – Entwicklung – Frieden« oder die je eigenen Partnerschaftsgruppen in den Pfarreien übernehmen aktiv Verantwortung für »ihr« Projekt. Oft steht hier die finanzielle Solidarität im Vordergrund. Es werden Missionsbasare und Informationsveranstaltungen durchgeführt zur Unterstützung des Partnerschaftsprojekts. Immer häufiger finden auch wechselseitige Besuche über die kulturellen und kontinentalen Grenzen hinweg statt.
  • Auch gibt es zahlreiche engagierte Einzelpersonen oder kleine Gruppen, die unterschiedlichste weltkirchliche Projekte über die kirchlichen Hilfswerke fördern. Sie nutzen die Expertise der Werke, um sich beim Aufbau ihrer Partnerschaft oder ihres Projekts von Beginn an beraten zu lassen, finanzielle Transfere über die sicheren Kanäle der Werke abzuwickeln und nehmen gerne die inhaltlichen Qualifizierungsangebote der Expertinnen und Experten der Diözesanstellen vor Ort oder der Hilfswerke an.
  • Die vielfältige und glaubwürdige weltkirchliche Arbeit durch die missionierenden Orden: Gerade die Ordensleute sind mit ihrer Arbeit und ihrem Leben häufig »inspirierende Grenzgänger« (Hadwig Müller) zwischen den Ländern, Kulturen und Religionen.
  • Das weltkirchliche Engagement der katholischen Verbände macht deren Verantwortung für die Weltgesellschaft und Weltkirche deutlich. Auch hier werden mit hoher Expertise und Zuverlässigkeit weltkirchliche Prozesse des Austauschs und des Lernens realisiert.
  • Die weltkirchlichen und entwicklungspolitischen Hilfswerke Misereor, Adveniat, Renovabis, missio, Caritas International und Kindermissionswerk bilden – nicht nur für die Deutsche Bischofskonferenz – die Fachstellen der deutschen Ortskirche für die internationale Zusammenarbeit, für Austausch- und Lernprozesse zwischen den verschiedenen Ortskirchen.
  • Das besondere Knowhow der weltkirchlichen Institute sichert die kontinuierliche Grundlagenarbeit an den missionarisch-weltkirchlichen Themen.
  • Die Freiwilligendienste der Diözesen und Hilfswerke eröffnen zahlreichen jungen Erwachsenen die Möglichkeit, sich in neuen und herausfordernden Kontexten und Projekten zu engagieren und auf dem Weg der direkten Begegnung und des Austauschs ihren Glauben und ihr Leben mit Menschen einer anderen Kultur zu teilen und gemeinsam im solidarischen Miteinander zu leben.

Gemeinsames Ziel all dieser Akteurinnen und Akteure ist es, den Menschen in Deutschland, nicht nur in den christlichen Gemeinden, bewusst zu machen, dass es in der einen Welt und Kirche sehr große Unterschiede und Ungerechtigkeiten gibt, an denen es sich zu arbeiten lohnt. Aber es ist auch Ziel, die ungeheuren Reichtümer der Weltkirche den interessierten Menschen in Deutschland zu präsentieren. Es geht darum, einen Dialog des Lebens so zu organisieren, dass unsere Welt und Kirche in diesem Dialog und Austausch der Werte und Fähigkeiten aller Kulturen und Religionen den ungeheuren Schatz der Weltkirche entdeckt und diesen für die gemeinsame Gestaltung einer gerechteren, vielfältigeren und besseren Welt nutzt. Alle Akteure versuchen, unsere Kirche vorzustellen und anzubieten als eine Gemeinschaft der Lernenden, als eine Gemeinschaft des weltumspannenden Gebets und schließlich als eine Gemeinschaft der weltweiten Solidarität.

Projektplanung in Kleingruppen
FOTO: STEFFEN JAHN

Der Grundauftrag zur missionarischen Bewusstseinsbildung

Auch aus römischer Perspektive kommt der weltkirchlichen Arbeit eine hohe Bedeutung zu. Lassen Sie mich hierzu das Statut der Päpstlichen Missionswerke in der Fassung vom 26. Juni 2005 im Artikel 6 zitieren:

»Das Päpstliche Missionswerk der Glaubensverbreitung hat folgende Zielsetzungen:

a) das gesamte Volk Gottes zu bilden, damit es sich seiner universalen missionarischen Berufung bewusst wird;

b) die Christen am Leben und an den Bedürfnissen der Kirchen in den Missionsgebieten teilhaben zu lassen durch den Austausch von Informationen, die Vermittlung spiritueller Werte, Solidaritätsbeweise in Zeiten der Prüfung und durch moralische wie materielle Unterstützung im Unglück (…)«

Dieses kurze Zitat umreißt den Grundauftrag der Bildungsabteilung missios. Dabei basiert die missio- Bildungsarbeit auf der Botschaft vom Reich Gottes. Die befreiende Botschaft Jesu Christi gilt allen Menschen und Kulturen und dies gilt es, in einer weltkirchlichen Bildungsarbeit zu präsentieren und zu vermitteln. Die missio-Bildungsarbeit trägt dazu bei, den historisch belasteten und bis heute sperrigen Begriff der »Mission « den Menschen in unserer modernen Gesellschaft so zu präsentieren, dass sie das dahinter liegende Heilsangebot erkennen können, dass sie diese Mission als ein existentielles Zeugnis solidarischer Menschen verstehen können, die für Gerechtigkeit und Frieden eintreten und Lebensperspektiven für Menschen unterschiedlicher Kulturen und Herkunft eröffnen helfen. Dabei sind es konkrete Frauen und Männer, können Christinnen und Christen aus allen Kontinenten Vorbilder für uns sein, wenn es gilt, den Glauben unter jeweils anderen Bedingungen zu bezeugen. Entlang der Leitlinien der missio-Bildungsarbeit verfolgen wir dabei fünf Leitziele:

  • Die missionarische Bildungsarbeit realisiert den christlichen Sendungsauftrag. Selbstverständlich ist die missio-Bildungsarbeit mit den Menschen im Dialog, die als haupt- und ehrenamtlich engagierte Frauen und Männer in unseren Gemeinden für die weltweite Perspektive und das Ziel von Gerechtigkeit weltweit eintreten. Aber das ist nicht genug. Es geht weltkirchlicher Bildungsarbeit auch darum, sich mit den Katholiken zu vernetzen, die in ihrem eigenen Leben keinen oder kaum mehr Berührungspunkte mit dem gemeindlichen Leben besitzen.
  • Ziel der missio-Bildungsarbeit ist es zudem, den Missionsauftrag so zu übersetzen und zu präsentieren, dass er Menschen für die christliche Botschaft begeistert und ihr Leben bereichert.
  • Die missio-Bildungsarbeit macht deutlich, dass der Auftrag zur Mission ein Grundauftrag der Kirche ist. Immer geht es darum, eine territoriale, kulturelle und personale Grenzüberschreitung zu wagen, damit das christliche Zeugnis auf allen fünf Kontinenten den Menschen als Option der Lebensgestaltung, der Sinnstiftung und der Zukunftsperspektive angeboten wird.
  • Mission ist der Menschenwürde und den Menschenrechten verpflichtet. Es ist Ziel der missio- Bildungsarbeit, das christliche Menschenbild zu vermitteln, das zentral die Unveräußerlichkeit der Menschenwürde jeder Person betont. Deshalb nehmen auch die Menschenrechtsarbeit und das Ringen um Religionsfreiheit einen hervorragenden Platz in der missio-Bildungsarbeit ein.
  • Ziel der missio-Bildungsarbeit ist es, mit allen Frauen und Männern guten Willens eine Option für die Armen zu bestärken und zu bewegen. Insofern ist unsere Bildungsarbeit bewusst parteiisch im Sinne des Evangeliums und will im Gespräch für die Benachteiligten in der Welt eintreten.

Das internationale katholische Missionswerk missio stellt als deutscher Zweig des päpstlichen Werks der Glaubensverbreitung mit den beiden Zentralen in Aachen und München und den missio-Diözesanstellen bundesweit eine Grundausstattung und Arbeitsstruktur weltkirchlichen Handelns in Deutschland bereit. In Absprache und Partnerschaft mit den Diözesen in Afrika, Asien und Ozeanien, in vielfältigen Kooperationen mit Partner/innen in Deutschland (s.o.) versucht missio als Fachstelle, weltkirchliche Themen, Projekte und Kommunikationslinien zu initiieren und kompetent zu begleiten, oft auch solche, die in unserer Alltagswirklichkeit und unseren Medien nicht den ersten Platz einnehmen.

Notizen im World-Café
FOTO: STEFFEN JAHN

Formate der missio-Bildungsarbeit in Deutschland

Die missio-Bildungsarbeit basiert auf der Theorie des globalen Lernens als didaktischer Grundfolie. Ausgangspunkt jedes Lernprozesses sind demnach die je eigenen Erfahrungen, Lebenswirklichkeiten und Interessen der Lernenden. Von diesem je eigenen Standort aus wird versucht, die globalen Themen, Herausforderungen und Lernprozesse zu erschließen. Dabei ist das Globale Lernen auf einen ganzheitlichen und partizipatorischen Prozess lebenslangen Lernens ausgerichtet. Zentrales Lernziel dabei ist die Fähigkeit zur aktiven und verantwortlichen Mitgestaltung der Weltgesellschaft. Spiritualität, Menschenrechte, Friedenspolitik, Geschlechtergerechtigkeit sind Grundthemen der missio-Bildungsarbeit. In der letzten Dekade entwickelten wir die missio-Bildungsarbeit von einer mehr themenorientierten Bildungsarbeit zu einer deutlicheren Kampagnenorientierung mit möglichst konkreten Beteiligungs- und Handlungsangeboten. Daneben haben wir erkannt, dass weltkirchliche Bildungsangebote umso besser wahrgenommen werden, je mehr es uns gelingt, mit unseren Themen, Projekten und Angeboten zu den interessierten Menschen zu gehen. So erarbeiteten wir neue Formate der missio-Bildungsarbeit, zum Beispiel verschiedene ausleihbare Ausstellungen zur Kunst in unseren Partnerkirchen oder eine Ausstellung weltkirchlicher Glaubenszeugen, die interessierte Einzelpersonen und Gruppen vor Ort vielfältig einsetzen können. Eine mobile Ausstellung zu dem Thema »Menschen auf der Flucht«, die mit einem Truck auf den Schulhof oder den Marktplatz rollt, begeistert derzeit viele Menschen in Deutschland, besonders bringt sie Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I mit dem Thema Flucht in Berührung. Eine in Kooperation mit der Deutschen Pfadfinderschaft Sankt Georg konzipierte und erarbeitete Spiritualitätsjurte ermöglicht es jungen Menschen, sich auf den großen Zeltlagern aus christlicher Perspektive mit den großen Themen des Lebens wie Liebe, Tod, Frieden und Gerechtigkeit auseinanderzusetzen. Eine digital gestützte Ausstellung mit dem Thema »missio for life« bringt das Thema des weltkirchlichen Engagements gegen die Unterdrückung und Misshandlung von Frauen in Indien und auf den Philippinen und für deren Empowerment direkt zu interessierten jugendlichen Zielgruppen. Die missio-Lern- und Begegnungsreisen laden interessierte Mitarbeiter/innen der Pastoral oder Studierende der Theologie ein, authentische Erfahrungen in ausgewählten Ländern und Ortskirchen des Südens zu machen und mit den dortigen Partnerinnen und Partnern ins Gespräch zu kommen über die lebensgestaltende Kraft des Christentums. Weiterhin erarbeiten wir derzeit eine weltkirchliche Plattform für blended-learning Angebote zu unterschiedlichen Themen des weltkirchlichen Lernens und hoffen damit, neue Zielgruppen für unsere Themen zu erreichen und eine ganz neue und attraktive Form des weltkirchlichen Lernens anzubieten. Gegenüber diesen innovativen Formen weltkirchlichen Lernens sind die traditionellen Formen und Angebote wie Vortrag, Gemeindeabend, Workshop oder Studientag zunehmend in den Hintergrund geraten. Auf mehreren Fachkonferenzen ringen wir als Bildungsabteilung darum, immer wieder das bessere, zielgruppengerechte und in Thema und Format passgenaue Angebot weltkirchlichen Lernens zu erarbeiten und in Kooperation mit den Diözesen zu realisieren

Diskussionen im Plenum: Jährlich treffen sich die missio-Diözesanreferent/innen zur Frühjahrstagung in Aachen.
FOTO: STEFFEN JAHN

Inhalte der missio-Bildungsarbeit in Deutschland

Grundlage allen missionarisch-weltkirchlichen Handelns ist ein ganzheitlicher Missionsbegriff, der die Pole einer weltkirchlichen lebensgestaltenden Spiritualität vereint mit den Herausforderungen zur Gestaltung des je eigenen Lebens und Lebensumfelds und eine prophetische Kraft grundlegt, mit politischen Aktionen zur Veränderung unseres Lebens und unserer Welt verantwortlich beizutragen. Immer geht es uns in der Bildungsarbeit um Themen, die Anknüpfungsmöglichkeiten im Leben und Denken der Menschen hier in Deutschland haben. Was hat HIV/Aids im südlichen Afrika mit der Sexualität und Aufklärungsarbeit in Deutschland zu tun? Was wissen wir über Fluchtursachen, die weltweiten Flüchtlingsströme und wie kann eine christliche Willkommenskultur auf der Basis des Evangeliums gelebt werden? Wie kann der Dialog zwischen den Religionen in Zeiten von zunehmendem Fundamentalismus und Verunsicherung gelingen? Was können wir als Christinnen und Christen in Deutschland tun, um den wegen ihres Glaubens bedrängten Menschen an den verschiedenen Orten der Welt beizustehen? Diese und ähnliche Fragen versuchen wir mit fachlicher Expertise und unterschiedlichen Aktionen und Angeboten zur Beteiligung zu beantworten. Aber wir sehen es auch als unsere Aufgabe an, originelle und authentische Angebote der weltkirchlichen Spiritualität und der religiösen Auszeit und Besinnung anzubieten. Nicht zuletzt versucht die Bildungsarbeit missios, Modelle des Kircheseins und pastorale Konzepte und Planungen aus der Weltkirche in die pastoralen Suchbewegungen und konzeptionellen Planungen der Diözesen in Deutschland als Diskussionsbeiträge einzubringen, die helfen, auf der Basis des Christseins aller Getauften und Gefirmten eine Kirche der Beteiligung aufzubauen und zu bestärken.

Perspektiven und Herausforderungen der weltkirchlichen Arbeit in Deutschland

In Zeiten knapper werdender Mittel ist sicher die verstärkte Kooperation aller Akteure weltkirchlicher Arbeit in Deutschland gefordert und auf gutem Weg. missio sucht die Nähe und Kooperation mit den pastoral orientierten Hilfswerken, mit den Überlegungen und weltkirchlichen Planungen in den Diözesen, die Zusammenarbeit mit der Kommission Weltkirche der Deutschen Bischofskonferenz, mit den Frauen- und Jugendverbänden in Deutschland, um auf diesem Weg die weltkirchliche Arbeit in Deutschland auf eine möglichst breite Basis zu stellen. Nur in einem sachorientierten und professionellen Miteinander möglichst aller Beteiligten sind die ungeheuren Herausforderungen unserer Weltgesellschaft und Weltkirche zu meistern. Ich bin überzeugt: Nur die Bündelung der Kräfte bei gleichzeitiger Profilierung der jeweils spezifischen Kompetenzen wird den gewünschten Erfolg zugunsten der ausgegrenzten Kinder, Frauen und Männer und zugunsten einer geschundenen Schöpfung bringen.

Dr. Norbert Nagler ist Leiter der Abteilung Bildung von missio in Aachen.

LITERATURTIPP

Die eine Sendung und die vielen Dienste. Zum Selbstverständnis weltkirchlicher Einrichtungen und Initiativen, hg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2000.

Allen Völkern sein Heil. Die Mission der Weltkirche, hg. v. Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2004.

Weltkirchliche Arbeit heute für morgen – Wissenschaftliche Studie in Gemeinden deutscher Diözesen, hg. vom Sekretariat der Deutschen Bischofskonferenz, Bonn 2009.

Ludwig Schick, Geleitwort, in: Klaus Krämer / Klaus Vellguth (Hg.), Weltkirche in Deutschland. Miteinander den Glauben leben (ThEW 6), Freiburg 2014, S. 18–21.

Hermann Schalück, Lernbereitschaft in Bescheidenheit, in: Herder Korrespondenz 3/2006, S. 124.

INTERNET-TIPP

www.missio-hilft.de/truck

www.dpsg.de/de/themen/spirituell/global-spirit.html

www.missioforlife.de

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