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BANGLADESCH

Katholiken sorgen sich um Pressefreiheit

Erneut wurde ein kritischer Redakteur inhaftiert Katholiken in Bangladesch zeigen sich besorgt über eine zunehmende Unterdrückung der Pressefreiheit in dem mehrheitlich islamisch geprägten Land. Die Verhaftung des prominenten Redakteurs Shafik Rehman sei ein weiteres Beispiel für den Versuch der Regierung, kritische Journalisten »mundtot machen zu wollen«, sagte der Medienbeauftragte der Bischöfe, Joyanto Gomes, dem asiatischen katholischen Pressedienst Ucanews.

Der 81–jährige Rehman ist ein Kritiker der regierenden Awami-Liga. Ihm wird zur Last gelegt, 2015 in den USA Teil eines Komplotts zur Entführung und Ermordung des Sohns von Ministerpräsidentin Sheikh Hasina gewesen zu sein. Die Menschenrechtsaktivistin Rosaline Costa bezeichnete Rehmans Festnahme als eine »Warnung der Regierung, dass sie gegen alle kritische Stimmen vorgehen wird«. In jüngerer Vergangenheit gab es in Bangladesch wiederholt Strafverfahren gegen regierungskritische Journalisten. Matiur Rahman, Redakteur des in bengalischer Sprache erscheinenden Blatts »Prothom Alo«, steht wegen 25 Fällen angeblicher Diffamierung vor Gericht. Zwei regierungskritische Journalisten sitzen bereits in Haft: Mahmudur Rahman, Redakteur der Tageszeitung »Amar Desh«, und Shawkat Mahmud, führendes Mitglied des Journalistenverbands von Bangladesch.

In dem 180 Länder umfassenden Pressefreiheitsindex der Organisation »Reporter ohne Grenzen« aus dem Jahr 2015 liegt Bangladesch auf Platz 146. Nach Angaben der Organisation umfasst eine Todesliste von Islamisten mehrere säkulare Blogger, die heute im Exil leben. Die islamistische Gruppe Ansarullah Bangla Team wird bereits für mehrere Morde an Bloggern im Land verantwortlich gemacht.

Ausgabe 4/2016

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