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Interreligiöses Projekt in der Flüchtlingshilfe gestartet

Bei der Auftaktveranstaltung des Projekts »Weißt du, wer ich bin?« diskutierten Bischof Dr. Markus Dröge, Erol Pürlü, Prof. Dr. Doron Kiesel und Bischöfin Rosemarie Wenner über den interreligiösen Dialog und Integration.
FOTO: ROLF WALTER/ACK

Mit dem Projekt »Weißt du, wer ich bin?« fördern Religionen gemeinsam die Integration

Christen, Juden und Muslime wollen gemeinsam die Hilfe für Flüchtlinge stärken und die Integration fördern. Dazu haben sie am 31. Mai 2016 in Berlin das Projekt »Weißt du, wer ich bin?« gestartet. Das Projekt wird getragen von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen in Deutschland (ACK), dem Zentralrat der Juden in Deutschland, dem Zentralrat der Muslime in Deutschland, der Türkisch-Islamischen Union (DITIB), dem Verband der Islamischen Kulturzentren und dem Islamrat für die Bundesrepublik Deutschland. Mit ihrem Projekt ermutigen die Trägerorganisationen muslimische, christliche und jüdische Gemeinden und Einrichtungen, im Bereich der Flüchtlingshilfe zusammenzuarbeiten. Es ist nach den Jahren 2004–2007 und 2008 –2011 die dritte Auflage des Projekts »Weißt du, wer ich bin?«, das vom Bundesinnenministerium gefördert wird.

Bei der Auftaktveranstaltung in Berlin machten Vertreter der beteiligten Institutionen deutlich, wie wichtig der interreligiöse Dialog für die Integration der Flüchtlinge ist. »Bei nur ganz wenigen interreligiösen Projekten arbeiten schon auf Projektträger-Ebene maßgebliche christliche, jüdische und muslimische Organisationen zusammen«, so der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium des Innern, Dr. Günter Krings. Erzbischof Dr. Stefan Heße, Sonderbeauftragter für Flüchtlingsfragen der Deutschen Bischofskonferenz, sagte: »Die Frage nach dem Beitrag, den die Religionen zum gesellschaftlichen Zusammenhalt leisten können, wird uns auch auf längere Sicht beschäftigen. Letztlich stehen wir alle – Christen, Juden und Muslime – gemeinsam in der Pflicht, das friedensstiftende und integrationsfördernde Potential von Religion immer wieder in unserem alltäglichen Handeln zu bezeugen.« Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Abraham Lehrer, betonte, interreligiöse Projekte seien wichtiger denn je, denn so drängend wie lange nicht stelle sich die Frage, »wie wir in dieser pluralistischen und multireligiösen Gesellschaft friedlich zusammenleben können «. Burhan Kesici, der Sprecher des Koordinationsrats der Muslime und Vorsitzender des Islamrates, merkte an: »Islamische Gemeinden und Einrichtungen können als Brückenbauer einen wichtigen Beitrag zur Integration der Neuankömmlinge leisten.«

Ausgabe 5/2016

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