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PAKISTAN

Anti-Terror-Gericht verhängt Todesstrafe

Fünf Angeklagte wegen Lynchmord an christlichen Eheleuten verurteilt

Ein Anti-Terror-Gericht in Lahore hat fünf Angeklagte im Fall des Lynchmordes an den beiden christlichen Eheleuten Shahzad Masih (26) und Shama Bibi (24), die am 4. November 2014 in Kot Radha Kishan im Distrikt Kasur (Provinz Punjab) wegen angeblicher Blasphemie ermordet wurden, zum Tode verurteilt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Fides. Zusätzlich verhängte der Richter eine Geldstrafe in Höhe von jeweils 200.000 Rupien. Acht weitere Angeklagte wurden zu zwei Jahren Haft verurteilt. Die beiden Eheleute, die in einer Ziegelfabrik arbeiteten, waren zunächst entführt und gefoltert und dann in einem Ofen der Fabrik bei lebendigem Leib verbrannt worden. Die drei Kinder des Paares leben heute beim Großvater.

Die Vorsitzende der »Cecil Chaudhry & Iris Foundation«, Michelle Chaudhry, die sich heute um Rechtsschutz und Bildung für die drei Waisen kümmert, betonte gegenüber Fides: »Als Katholiken lehnen wir die Todesstrafe zwar ab, doch es ist wichtig, dass ein Gericht bereits nach zwei Jahren ein Urteil ausgesprochen hat und die Täter bestraft. Dies ist ein Zeichen der Reife des pakistanischen Justizsystems, das die Rechte und die Forderungen nach Gerechtigkeit aller respektiert. Die Regierung in Pakistan muss Sicherheit und Schutz für alle pakistanischen Bürger, unabhängig von der Religion gewährleisten, wie es die Verfassung garantiert«. Abschließend sagte Chaudhry: »Shama und Shahzad sind zwei Unschuldige, die ihr Leben wegen Hass und Intoleranz verloren haben. In diesem Ofen wurde die Menschlichkeit verbrannt, die Lehren des Islam und das demokratische Pakistan des Staatsgründers Ali Jinnah«.

Ausgabe 2/2017

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