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SRI LANKA

Kirche unterstützt Prozess der Aussöhnung

Im Tulana Research Center for Encounter and Dialogue in Kelaniya erinnert ein Kunstwerk an die Toten des sri-lankischen Bürgerkriegs. Die Kirche unterstützt die Bemühungen der Regierung zur Aussöhnung der verfeindeten Gruppen.
FOTO: STEFAN VOGES

Bischof sieht die Kirche als »Katalysator der Harmonie«

Die katholische Kirche in Sri Lanka unterstützt die »Schritte zur Aussöhnung« der Regierung in der Zeit nach dem Bürgerkrieg. Das hat der Präsident der bischöflichen Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und menschliche Entwicklung, Bischof Harold Anthony Perera von Kurunegala, im November 2016 im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Fides betont. Er erinnerte daran, dass das Land vor dem Hintergrund ethnischer Spannungen zwischen Singalesen und Tamilen von 1983 bis 2009 einen langen, bitteren Krieg erlebt habe. Sieben Jahre nach Ende des Konflikts sei die Zeit gegenseitiger Anschuldigungen keineswegs vorüber. Die Regierung unter Maithripala Sirisena, die seit 2015 im Amt ist, »brachte konzertierte Maßnahmen für die nationale Aussöhnung auf den Weg«, so Bischof Perera. Bei diesem Prozess der Aussöhnung kooperiere die Kirche mit der Regierung, um das Gemeinwohl zu fördern.

Die katholische Kirche, so der Bischof, »ist zweifach gesegnet, weil die Getauften sowohl der Gemeinschaft der Singalesen als auch der Gemeinschaft der Tamilen angehören«. Dank dieser singalesischen und tamilischen Gläubigen sei die katholische Kirche »ein Katalysator der Harmonie, des Friedens und der Geschwisterlichkeit in einer pluralistischen Gesellschaft«. Die bischöfliche Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und menschliche Entwicklung brachte selbst zahlreiche Initiativen mit dem Ziel der Aussöhnung auf den Weg. Die Aktivitäten im Bildungs- und Gesundheitswesen und im sozialen Bereich seien alle auf die Aussöhnung ausgerichtet, so der Bischof. Dabei handle es sich um einen langwierigen Prozess, doch die Kirche sei zuversichtlich: »Langfristig wird das Land wieder Geschmack am Frieden und an der Aussöhnung finden, was den Weg für ganzheitliche Entwicklung ebnet.« Im Land gebe es viele Menschen guten Willens in allen Religionen und ethnischen Gruppen, die Brücken bauen.

Ausgabe 2/2017

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