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OZEANIEN

Völker leiden unter dem Klimawandel

Migration nimmt aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten zu

»Die Kirche in Ozeanien besitzt einen lebendigen Glauben. Wir sind eine junge Kirche mit engagierten und dynamischen Gemeinden. Unsere Aufgabe ist die Glaubensbildung, und wir danken den asiatischen Kirchen, dass sie ihre Missionare zu uns entsenden. Doch heute bereitet uns vor allem die soziale Lage der Völker Sorge, die unter dem Klimawandel leiden.« Das sagte der erste Kardinal aus Papua-Neuguinea und Erzbischof von Port Moresby, John Ribat, im Dezember 2016 der Nachrichtenagentur Fides. Er äußerte sich am Rande der Vollversammlung der Föderation der Asiatischen Bischofskonferenzen in der Nähe von Colombo in Sri Lanka. Der Kardinal ist Vorsitzender der Föderation der Bischofskonferenzen von Ozeanien, die Australien, Neuseeland, Papua-Neuguinea, die Salomonen, Fidschi und 17 kleinere Länder des Pazifiks umfasst. Insgesamt gehören der Föderation 84 Diözesen in 21 Ländern mit unterschiedlichen kulturellen, wirtschaftlichen und religiösen Hintergründen an. »Die meisten der Missionare, die heute in unseren Kirchen tätig sind, kommen aus asiatischen Ländern, darunter Indien, Philippinen, Indonesien und Vietnam«, so der Kardinal. Vor kurzem habe man das 50-jährige Gründungsjubiläum verschiedener Ortskirchen in Papua-Neuguinea und den Salomonen gefeiert und daran erinnert, dass »das Wachstum dieser Ortskirchen nur mit der Unterstützung der asiatischen Kirchen möglich war«.

»Heute sehen sich verschiedene Völker in Ozeanien vor allem mit den Folgen des Klimawandels konfrontiert«, stellte der Kardinal fest, »und obschon wir nicht für dieses Problem verantwortlich sind, sind wir davon doch in großem Ausmaß betroffen«. Zu den negativen Auswirkungen gehörten der Anstieg des Meeresspiegels, die Übersäuerung der Ozeane und heftige Regenfälle, die vor allem den Fischfang und die Landwirtschaft in der Region beeinträchtigten. »In einigen Fällen sind ganze Länder durch den Anstieg des Meeresspiegels gefährdet«, so der Kardinal weiter, »dies betrifft vor allem die Carteret-Inseln, die Fead-Inseln, Kiribati, die Marshall- Inseln, die Mortlock-Inseln, die Nukumanu- Inseln und die Tokelau- und Tuvalu- Inseln.« Das Leben und die soziale Lage der Eingeborenen in Ozeanien bereiten Kardinal Ribat besondere Sorge: »Sie sind von Überschwemmungen und Dürre betroffen und sehen die Produktivität des Ackerlandes eingeschränkt, weshalb viele ihre Heimat verlassen müssen.« Dies zeige sich in einem Anwachsen der bisher kaum bekannten Migrationsflüsse des Kontinents.

Ausgabe 2/2017

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