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UGANDA

Bischöfe rufen Priester zu Seelsorge in Flüchtlingslagern auf

Flüchtlingskinder aus dem Südsudan bei ihrer Ankunft in Uganda im Juli 2016.
FOTO: SAMUEL OKIROR/IRIN

Folter und willkürliche Inhaftierung verurteilt

Die katholischen Bischöfe Ugandas haben an die Priester des ganzen Landes appelliert, sich freiwillig zu melden und den Menschen in den Flüchtlingslagern pastorale Hilfe anzubieten. Die vom Vorsitzenden der Ugandischen Bischofskonferenz und Erzbischof von Gulu, John Baptist Odama, unterzeichnete Stellungnahme wurde am 16. Juni 2017 veröffentlicht. Darin heißt es, die wachsende Zahl von Flüchtlingen in der Diözese Arua im Nordwesten Ugandas übersteige die pastoralen Möglichkeiten der lokalen Kirche. »Wir nehmen mit großer Sorge den Zustrom von Flüchtlingen nach Uganda wahr, der von Konflikten und wirtschaftlichen Nöten in den Nachbarländern, besonders Südsudan, ausgelöst wird.«

Die Bischöfe ermutigten alle Katholiken und lokalen Gemeinschaften in den Orten, die Flüchtlinge aufnehmen, diese anzunehmen und ihnen den Trost zu spenden, den sie brauchen, um ein würdiges Leben zu führen. Sie betonten, dass die Kirchen in diesen Gegenden effektive pastorale Programme starten sollen, die es den Flüchtlingen ermöglichen, aus dem Wort Gottes und den Sakramenten Kraft und Hoffnung zu schöpfen. Gleichzeitig forderten sie die Familien und Pfarreien in den betroffenen Gebieten auf, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um junge ugandische Männer davon abzuhalten, sich irgendeiner militärischen Gruppierung anzuschließen, die in den südsudanesischen Konflikt involviert sei.

Die Bischöfe versprachen, den Flüchtlingen auch weiterhin Hilfe durch die lokalen Kirchen und Organisationen wie die Caritas zukommen zu lassen. Sie verurteilten die jüngsten Fälle von Folter in Uganda, die laut Berichten von einigen Sicherheitsdiensten verübt worden waren; die Bischöfe sehen darin eine schwere Verletzung der von der Verfassung garantierten Menschenrechte. Sie wandten sich gegen willkürliche Inhaftierungen und forderten die Regierung auf, die Täter zu ermitteln und zu verurteilen. Außerdem sprachen sich die Bischöfe gegen verschiedene Pläne der Regierung aus, unter anderem in Fragen der Landrechte und der Vergabe von Verhütungsmitteln an Kinder. Sie wiesen auch auf einige der Punkte hin, die die Jugend betreffen, etwa den Drogen- und Alkoholmissbrauch aufgrund von Arbeitslosigkeit, häuslicher Gewalt und der Trennung von Familien.

Ausgabe 5/2017

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