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»Größere Einheit in Christus«

Im Mai 2017 kamen im schweizerischen Bossey Vertreterinnen und Vertreter verschiedener christlicher Traditionen zusammen, um ihre Unterstützung für das Globale Christliche Forum zu koordinieren.
FOTO: ÖRK

Treffen in Genf ist wichtiger Schritt im ökumenischen Dialog

Auf dem Weg zur Überwindung der Spaltung zwischen Christen unterschiedlicher Traditionen kamen am 22./23. Mai 2017 zum ersten Mal führende Vertreterinnen und Vertreter des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK), der Pentecostal World Fellowship (PWF, ein weltweiter Zusammenschluss von Pfingstkirchen), der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) und Vatikanvertreter aus dem Rat zur Förderung der Einheit der Christen zusammen. Das Treffen diente der Koordination ihrer Unterstützung des Globalen Christlichen Forums (Global Christian Forum, GCF). Die Tagung wurde gemeinsam vom ÖRK und dem GCF ausgerichtet. Im Mittelpunkt des Treffens stand die Frage: Wo befinden wir uns auf unserem Weg zu christlicher Einheit in der Weltkirche von heute – zwei Jahrzehnte, nachdem der ÖRK ein neues Forum für Begegnung und Austausch zwischen den Kirchen initiiert hat?

»Das Globale Christliche Forum bietet eine geeignete Plattform, auf der wir einander zuhören und von den vergangenen und aktuellen Glaubenswegen der anderen lernen können«, sagte David Wells, der stellvertretende PWF-Vorsitzende. »Wir stärken die Kraft und Glaubwürdigkeit des Zeugnisses und Dienstes der weltweiten Kirche immens, wenn wir unsere tragischen Zerwürfnisse überwinden. In meiner jahrzehntelangen Arbeit in der Ökumene ist diese Tagung ein Meilenstein«, sagte Wes Granberg-Michaelson, ehemaliger Generalsekretär der Reformierten Kirche in Amerika und Mitglied des Leitungsteams des GCF. Bischof Efrahim Tendero, Generalsekretär der Weltweiten Evangelischen Allianz, sagte: »Das Globale Christliche Forum bringt uns in einem Geist des Glaubens zusammen, damit wir einander begegnen und uns gegenseitig aufbauen können.« Bischof Brian Farrell, Sekretär des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen, sprach von einer »großartigen Tagung« und rief die Teilnehmenden auf, »diesen Weg des Verständnisses und der Zusammenarbeit weiterzugehen«. ÖRK-Generalsekretär Olav Fykse Tveit sagte: »Wir haben über die Entwicklungen in der weltweiten Christenheit gesprochen und in diesem Kontext besonders darüber, wie die unterschiedlichen Wege sich im Streben nach christlicher Einheit gegenseitig ergänzen können. Außerdem haben wir die Rolle und Zuständigkeit des GCF als gemeinsames Mittel der Einheit formuliert, damit das GCF seinem Wesen als Forum verpflichtet bleibt.«

Der Ruf nach einem neuen Forum kam vor fast 19 Jahren auf. GCF-Sekretär Larry Miller verwies auf die seither erzielten Fortschritte. »Dass die katholische Kirche, die PWF, der ÖRK und die WEA, die zusammengenommen in gewisser Weise fast die gesamte Christenheit repräsentieren, jetzt bereit sind, sich auf einem gemeinsamen Forum zu engagieren, ist ein Grund für tiefe Dankbarkeit für die Vergangenheit und gleichzeitig für große Hoffnung für die Zukunft.«

Ausgabe 5/2017

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