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INDONESIEN

Jugendliche setzen Zeichen für friedliches Zusammenleben

Beim Asian Youth Day im indonesischen Jakarta im August 2017 setzten rund 2.000 Jugendliche ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben im multikulturellen Asien.
FOTO: UCANEWS

Christen und Muslime nehmen am Asiatischen Jugendtag teil

Eine Woche dauerte der 7. Asiatische Jugendtag, zu dem Anfang August 2017 mehr als 2.000 Jugendliche, dazu zahlreiche Bischöfe, Priester und Ordensleute aus 22 asiatischen Ländern im indonesischen Jakarta zusammengekommen waren. Der asiatische Jugendtag findet alle drei Jahre statt und ist aus der Idee des Weltjugendtages geboren, der in den 1980er Jahren unter Papst Johannes Paul II. entstanden ist. Das Besondere am diesjährigen asiatischen Jugendtreffen war, dass auch muslimische Jugendliche der Einladung der Organisatoren gefolgt waren. In Indonesien, dem bevölkerungsreichsten islamischen Land, haben Christen und Muslime damit gemeinsam ein Zeichen für ein friedliches Zusammenleben und gegen religiös motivierten Fanatismus gesetzt. Dies hält auch die Abschlusserklärung fest: »In diesem multikulturellen Asien, wo wir inmitten von verschiedenen Religionen, Sprachen, Ethnien und Bräuchen leben, ist es wichtig, aus unserer Komfortzone herauszutreten und auf diejenigen zuzugehen, die anders sind als wir.« Im Anschluss an die Enzyklika Laudato si’ sehen sich die Jugendlichen verpflichtet, für das gemeinsame Lebenshaus Sorge zu tragen. Sie formulierten ihren Anspruch, aus christlicher Verantwortung heraus den Prozess der fortschreitenden Globalisierung, Modernisierung und Technisierung mitzugestalten.

Dem Großereignis waren Vorbereitungen in den jeweiligen Heimatdiözesen sowie Treffen in den elf Diözesen Indonesiens vorausgegangen. Unter dem Motto »Das Evangelium in einem multikulturellen Kontext verkünden« fanden in der indonesischen Hauptstadt zahlreiche Gottesdienste, Katechesen und Seminare zu verschiedenen Themen statt. Daneben gab es Zeit für den gegenseitigen Austausch und gemeinsame Gebete sowie für traditionelle Musik- und Theateraufführungen. Dadurch konnten sich die Teilnehmer untereinander und mit ihren verschiedenen kulturellen Hintergründen besser kennenlernen. »Die Bedeutung solcher Events liegt in der Möglichkeit, andere junge Katholiken aus ganz Asien zu treffen, mit ihnen als eine Gemeinschaft zusammenzukommen, voneinander zu lernen und sich auszutauschen«, sagte eine junge Teilnehmerin aus dem kleinen, muslimisch geprägten Land Brunei im Interview mit Radio Vatikan. Der nächste Asiatische Jugendtag wird 2020 in Indien stattfinden.

Ausgabe 6/2017

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