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Buchtipp Andrea Riccardi: Die Peripherie

Ort der Krise und des Aufbruchs für die Kirche

Der Begriff der Peripherie, des Randgebiets, hat im Pontifikat von Papst Franziskus besondere Bedeutung erlangt. Noch vor seiner Wahl zum Papst schrieb er der Kirche den Aufruf ins Stammbuch, »aus sich selbst herauszugehen und an die Ränder zu gehen«. In seinem Schreiben Evangelii gaudium wünschte er sich die Kirche als ein leuchtendes Zeugnis, »damit die Freude aus dem Evangelium bis an die Grenzen der Erde gelange und keiner Peripherie sein Licht vorenthalten werde«. Angeregt von diesem Akzent des Papstes aus Lateinamerika erschließt Andrea Riccardi, der Gründer der Gemeinschaft Sant‘ Egidio, in seinem Buch die Peripherie als »Ort der Krise und des Aufbruchs für die Kirche«. Zunächst beschreibt er die Wiederentdeckung der Peripherien und ihr Erbe im Christentum. Den größten Teil widmet er dann den »Peripherien heute«, bevor er mit einigen »Fragmenten christlichen Lebens am Rand« schließt. Anhand zahlreicher Beispiele aus der jüngeren Kirchengeschichte erzählt der Zeithistoriker von den Randgebieten als Orten kirchlichen Lebens. So bekommt der missionarische Aufbruch an und zu den Rändern der Städte und Gesellschaften viele Gesichter, wird zu erlebter und erlebbarer Geschichte. Dabei lässt Riccardi keinen Zweifel daran, dass der Aufbruch der Christen zu und in den Peripherien immer neu nötig ist.

Andrea Riccardi,
Die Peripherie. Ort der Krise und des Aufbruchs für die Kirche,
Würzburg 2017
ISBN 978-3-429-04321-6

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