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LATEINAMERIKA

»Missionarische Jüngerschaft impliziert Bewahrung der Schöpfung«

Bischöfe veröffentlichen Hirtenbrief zur Umsetzung von Laudato si’

»Das Erkennen der ›Zeichen der Zeit‹ ist ein Merkmal der theologischen Pastoralarbeit der Kirche. Bei der Erfüllung dieser Sendung wollen auch die Bischöfe des CELAM die Zeichen der Zeit hinterfragen und sie im Licht des Evangeliums interpretieren, so dass die Kirche Antworten auf die Fragen der Menschheit geben kann«, heißt es in einem Hirtenbrief des Rates der lateinamerikanischen Bischöfe (CELAM) mit dem Titel »Missionarische Jünger, Hüter des gemeinsamen Hauses«.

Die lateinamerikanischen Bischöfe beziehen sich auf Papst Franziskus und dessen Enzyklika Laudato si’, wenn sie betonen: »Es ist unsere Pflicht, dafür zu sorgen, dass die authentische Entwicklung in ihrer ganzen Fülle stattfindet, damit wir von weniger humanen Lebensbedingungen zu humaneren Verhältnissen übergehen«. Doch es könne keine authentische Entwicklung geben, »wenn wir nicht auf das gemeinsame Haus achten, auf unseren Planeten Erde, der Gottes Schöpfung ist«. Aus lateinamerikanischer Perspektive wollen die Bischöfe »mit allen gemeinsam darüber diskutieren, wie wir die Zukunft des Planeten gestalten« und gemeinsam nach »Wegen der Befreiung« suchen, die zu »wahrer Weisheit« und zu einer »ganzheitlichen Antwort« führen.

Der Hirtenbrief bringt auch die politische Dimension des Einsatzes für die Schöpfung zur Sprache: »Die Kirche kann ein aktive Rolle spielen, wenn es darum geht, lokale Regierungen und internationale Politiken zur Regulierung des Bergbaus zu verpflichten, die das Problem der Plünderung der Ressourcen berücksichtigt und nur den Abbau des Notwendigen im Auge behält.«

Ausgabe 3/2018

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