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Verwandelnde Nachfolge als Motiv christlicher Mission

Zu einem eindrucksvollen Gruppenfoto stellten sich die rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz für Weltmission und Evangelisation in Arusha im März 2018 auf.
FOTO: ALBIN HILLERT/WCC

Weltmissionskonferenz verabschiedet Abschlusserklärung

Vom 8. bis zum 13. März 2018 versammelten sich rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer zur 14. Weltmissionskonferenz im tansanischen Arusha. Das Thema der Konferenz lautete »Vom Geist bewegt – zu verwandelnder Nachfolge berufen«. Die Konferenzen für Weltmission und Evangelisation sind eine lange Tradition des Internationalen Missionsrates und der Kommission für Weltmission und Evangelisation des Ökumenischen Rates der Kirchen; sie werden alle zehn Jahre abgehalten.

Zum Ende der Konferenz veröffentlichten die Teilnehmer der ökumenischen Versammlung einen »Aufruf zur Nachfolge«. Darin heißt es: »Trotz einiger Hoffnungsschimmer waren wir mit todbringenden Kräften konfrontiert, die die Weltordnung erschüttern und vielen Menschen Leid bringen. Wir mussten klar erkennen, dass die schockierende Anhäufung von Reichtum durch ein einziges globales Finanzsystem einige wenige Menschen sehr reich und sehr viele sehr arm macht.« Dieses weltweite imperiale System habe den Finanzmarkt zu einem Götzen unserer Zeit gemacht und die Kulturen der Vorherrschaft und der Diskriminierung gestärkt, die weiterhin Millionen von Menschen gesellschaftlich marginalisierten und ausschlössen.

»Die christliche Nachfolge ist sowohl eine Gabe als auch der Aufruf, proaktive Erfüllungsgehilfinnen und -gehilfen Gottes dabei zu sein, die Welt zu verwandeln «, formuliert die Erklärung: »Wir sind aufgerufen, das Wort Gottes in einer Welt zu vernehmen und zu verstehen, in der viele widersprüchliche, falsche und verwirrende Botschaften gesendet werden.« Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Konferenz sahen ihre Berufung auch darin, die Schöpfung Gottes zu bewahren und solidarisch zu sein mit den Völkern und Nationen, die der Klimawandel besonders hart trifft.

Der Aufruf von Arusha betont weiterhin, wie wichtig es sei, Mauern niederzureißen und nach Gerechtigkeit für jene Menschen zu streben, die enteignet und entrechtet und von ihrem Land vertrieben wurden, wie zum Beispiel Migrierende, Flüchtlinge und Asylsuchende, und sich neuen Grenzen zu widersetzen, die Menschen voneinander trennen und töten. »Wir sind aufgerufen, den Weg des Kreuzes zu gehen, der Elitedenken, Privilegien für Einzelne und individuelle und strukturelle Formen von Macht missbilligt und moniert«, heißt es zum Schluss des Dokuments. »Wir sind aufgerufen, unser Leben im Lichte der Auferstehung zu gestalten, die hoffnungsvolle Möglichkeiten für Veränderung bietet.«

Ausgabe 3/2018

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