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SÜDSUDAN

Bischöfe bitten um Besuch von Papst Franziskus

Es gibt nicht vieles, woraus Menschen im Südsudan momentan Hoffnung schöpfen können. Sie finden Kraft im Glauben und hoffen auf einen Besuch von Papst Franziskus in ihrem vom Bürgerkrieg gebeutelten Land.
FOTO: KNA-BILD

Die humanitäre Lage im Südsudan ist verzweifelt

Eine Delegation aus neun Mitgliedern vom Rat der Kirchen des Südsudan (SSCC) hat in einer privaten Audienz mit Papst Franziskus in Rom über die Lage in ihrem Heimatland gesprochen. Seit vier Jahren leidet der noch junge Staat Südsudan unter einem Bürgerkrieg. Die Bevölkerung ist gespalten zwischen denen, die Präsident Salva Kiir die Treue halten und den Anhängern des ehemaligen Vize-Präsidenten Riek Machar. Der Konflikt hat zum Entstehen vieler Milizen und Oppositionellen-Gruppen beigetragen.

Paride Taban, emeritierter Bischof von Torit, verwies auf die verzweifelte Situation der Menschen im Land. Seit Beginn des Bürgerkriegs seien zwei Millionen Menschen in die Nachbarländer geflohen, die selbst arm und mit der Versorgung der Flüchtlinge überfordert seien.

Erzbischof John Baptist Odama von Guru, Uganda, sagte, die Situation sei außer Kontrolle. Uganda habe mehr als eine Million Südsudanesen aufgenommen. Die Flüchtlinge besäßen nichts mehr außer den Kleidern an ihrem Leib. Besonders schlimm sei die Lage für Frauen, Kinder und Ältere. Odama sagte, dass die ugandische Regierung bereit sei, zu helfen, aber kaum Mittel habe, da auch die eigene Bevölkerung überwiegend arm sei. Entsprechend resümierte Taban: »Die Menschen brauchen Hoffnung und Heilung. Sie weinen um Frieden, der nicht durch Waffen erreicht werden kann, sondern durch Liebe, durch Mitgefühl und einen Geist der Vergebung.« Er bat den Papst um einen Besuch im Südsudan und erinnerte an den Besuch von Johannes Paul II. 1993 in Khartoum – inmitten eines grausamen Völkermords. Damals hätte der Papst den Menschen Hoffnung gegeben. Heute, sagt Taban, würden die Menschen den Papst anflehen, zu kommen und damit ein Zeichen der Hoffnung und des Trostes zu geben. Taban sprach darüber, dass die Kirche humanitäre Hilfe leisten würde wo möglich, und er bat den Papst, die seit Jahren vakanten Sitze verstorbener Bischöfe wieder zu besetzen und die Kirche dadurch handlungsfähiger zu machen. Der Papst habe seinen Wunsch, in den Südsudan zu kommen, bekundet, allerdings kein spezifisches Datum genannt, sagte die Delegation nach der Audienz.

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