PAPUA-NEUGUINEA/ DEUTSCHLAND Kampf gegen Hexenverfolgung im 21. Jahrhundert corner

PAPUA-NEUGUINEA / DEUTSCHLAND

Kampf gegen Hexenverfolgung im 21. Jahrhundert

Schwester Lorena kümmert sich um Christina, die 2012 eine »Hexen«-Verbrennung überlebt hat. Die gezeichnete Frau lebt nun in Sicherheit, weit entfernt vom Ort des Verbrechens.
FOTO: BETTINA FLITNER/MISSIO

Menschenrechtspreis für Schwester Lorena

Die katholische Ordensfrau und missio- Projektpartnerin Lorena Jenal wird mit dem Weimarer Menschenrechtspreis 2018 ausgezeichnet. »Die Schweizer Ordensschwester setzt sich für die Opfer von Hexenverfolgung in Papua-Neuguinea ein«, heißt es in der Begründung der Jury. »Bei ihren Hilfsaktionen für Frauen in Gefahr riskiert sie vielfach ihr Leben.« In Papua-Neuguina werden besonders brutale Menschenrechtsverletzungen verübt. Der Glaube an das Übernatürliche ist in der traditionsbewussten Gesellschaft stark verwurzelt. Gerade allein lebende Frauen werden schnell beschuldigt, als »Hexen« für alle möglichen Schicksalsschläge wie Krankheit, Tod oder Missernten verantwortlich zu sein. Allein seit 2017 hat sich die 68-jährige Ordensfrau um 18 Opfer von Hexenverfolgung gekümmert. Sie entwickelt ein Programm, um auf allen gesellschaftlichen Ebenen Aufklärungsarbeit gegen den Aberglauben zu leisten: in Schulen, Familien, Dorfgemeinschaften, bei der Polizei und in den Pfarreien. »missio ermöglicht mit Spenden aus Deutschland die entsprechenden Rettungsprogramme und Aufklärungsmaßnahmen«, erklärte Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen. Den Menschenrechtspreis wird Schwester Lorena am 10. Dezember entgegennehmen.

Ausgabe 5/2018

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