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LATEINAMERIKA

Kirche fordert Willkommenskultur

Einwanderer stoßen auf Intoleranz und Hass

Angesichts der politischen und humanitären Krise fliehen immer mehr Menschen aus ihrer Heimat Venezuela in die Nachbarländer. Doch dort nehmen Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit und Gewalt zu. Besonders betroffen ist Kolumbien, wo mehr als eine Million Venezolaner leben. Mittlerweile sind auch Hunderttausende in Peru, Ecuador, Chile, Argentinien, Panama und Brasilien gestrandet. Im brasilianischen Grenzort Pacaraima haben Einheimische nach einem Raubüberfall Flüchtlinge, darunter Familien mit Kindern, angegriffen. Sie seien mit Steinen, Knüppeln und Schusswaffen auf die Einwanderer losgegangen und hätten zwei Unterkünfte in Brand gesetzt, obwohl die Flüchtlinge mit dem Überfall nichts zu tun hatten, heißt es in einer Erklärung des Komitees für Migration in Roraima, zu dem die Caritas, das Flüchtlingshilfswerk der Jesuiten, die Scalabrini Missionsschwestern und mehrere nichtkirchliche NGOs gehören, die sich für Migranten einsetzen. Das Dokument erinnert daran, dass in Roraima größtenteils Menschen leben, die einst aus anderen Ländern zugewandert waren. »Wir fordern die Beendigung von Hass und die Förderung einer Willkommenskultur«, heißt es in der Erklärung. 2,3 Millionen Venezolaner haben ihrem Land bereits den Rücken gekehrt, täglich werden es mehr.

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