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NEPAL

Christen sehen Religionsfreiheit bedroht

Entlang des Wandelgangs der Stupa von Bodnath, die als heiligstes Bauwerk Nepals gilt, befinden sich 108 Gebetsmühlen. Die christliche Minderheit in
Nepal sieht sich durch ein neues Gesetz in ihrer Religionsfreiheit bedroht.
FOTO: KNA-BILD

Bis zu fünf Jahre Haft für Missionierung

Christen in Nepal fühlen sich durch ein neues Gesetz bedroht, das die Beteiligung an Religionsübertritten unter Strafe stellt. Danach muss jeder, der zum Übertritt zu einer anderen Religion ermutigt oder an der Missionierung aktiv beteiligt ist, mit einer Geldstrafe von umgerechnet 380 Euro und bis zu fünf Jahren Haft rechnen. »Die christliche Gemeinschaft ist alarmiert. Das neue Gesetz ist wie ein Schwert, das über uns hängt und jederzeit gegen uns eingesetzt werden kann«, sagte Silas Bogati, Generalvikar des Apostolischen Vikariats von Nepal, dem asiatischen katholischen Pressedienst Ucanews. Jeder habe das Grundrecht, jede Religion seiner Wahl anzunehmen. Und die Federation of National Christian Nepal (FNCN) betonte, das neue Gesetz stehe im Widerspruch zu den Prinzipien eines säkularen Staates, der Demokratie und der Menschenrechte. Das sogenannte Missionierungsverbot ist bereits in der im September 2015 in Nepal in Kraft getretenen Verfassung enthalten. Grund ist nach Ansicht von Experten die Sorge der mehrheitlich hinduistischen Nepalesen, immer mehr Angehörige der sozial und wirtschaftlich benachteiligten Kaste der Dalit könnten zum Christentum übertreten.

Ausgabe 6/2018

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