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Transforming discipleship

Nachfolge, die verwandelt

CHRISTOPH ANDERS UND MICHAEL BIEHL

Im März dieses Jahres fand die 14. ökumenische Weltmissionskonferenz in Arusha, Tansania, statt. Ihr Motto »Moving in the spirit – called to transforming discipleship« gibt Anlass, dem Begriff und der Bedeutung von »Nachfolge« neu nachzugehen und die Erfahrungen und Erkenntnisse von Arusha zu reflektieren.

Großes Interesse: 605 Männer und 419 Frauen aus der ganzen Welt haben an der 14. ökumenischen Weltmissionskonferenz
im tansanischen Arusha teilgenommen.
FOTO: ALBIN HILLERT

Die Weltmissionskonferenz 2018

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts werden etwa alle zehn Jahre Weltmissionskonferenzen abgehalten. Die erste Konferenz fand 1910 in der schottischen Hauptstadt Edinburgh statt und gilt als Beginn der ökumenischen Bewegung. Teilnehmer waren damals vor allem Vertreter von Missionsgesellschaften aus dem Protestantismus und der anglikanischen Kirche. Heute werden die Konferenzen vom Internationalen Missionsrat und der Kommission für Weltmission und Evangelisation (CWME) des Ökumenischen Rates der Kirchen (ÖRK) ausgerichtet.

Dieses Jahr traf man sich zum 14. Mal, vom 8. bis 13. März in Arusha, Tansania, und zwar unter dem Motto »Moving in the spirit – called to transforming discipleship«. Insgesamt nahmen 605 Männer und 419 Frauen teil, davon 543 Delegierte aus 243 Mitgliedskirchen. Sie folgten der Einladung der Evangelisch-Lutherischen Kirche von Tansania als Gastgeberin.

Der Titel »Vom Geist bewegt – zu verwandelnder Nachfolge berufen« unterstreicht die Bedeutung der Theologie des Heiligen Geistes in der ökumenischen Missionstheologie – wie sie auch in der für die Weltmissionskonferenz grundlegenden Missionserklärung des ÖRK »Gemeinsam für das Leben« von 2012 erkennbar wird. Die Rede vom (Sich-)Bewegen oder Bewegtsein erinnert daran, dass sich Akteure der weltweiten Mission seit ihren Anfängen als eine Bewegung und ein Gegenüber zu verfassten Kirchen verstanden haben. Die Aufnahme von discipleship (Nachfolge/Jüngerschaft) in den Titel ist ein Dialogangebot an die evangelikale Welt und an unabhängige Missionsnetzwerke. Eine der spannenden Fragen ist daher, welche Einsichten sich aus der besonderen Verbindung, die im Titel angedeutet wird, für die Kirchen und Werke in Deutschland ergeben: Da ist der Geist, der bewegt und in dem wir weltweit unterwegs sind, und die Nachfolge, die die Nachfolgenden und die Welt verändert.

Im Folgenden soll deshalb den Fragen nachgegangen werden: Welche Aspekte gilt es zu bedenken, wenn von einer »Nachfolge, die verwandelt « die Rede ist? Welche Perspektiven eröffnet eine genaue Betrachtung der Begriffe »Nachfolge« und »Jüngerschaft «, die auch Papst Franziskus als »missionarische Jüngerschaft« aufgenommen hat? Und wie ist die Weltmissionskonferenz von Arusha letztlich im Blick auf ihr Motto zu bewerten?

Eine begriffliche Annäherung

Die Beschäftigung mit dem Thema der Weltmissionskonferenz beginnt bereits mit der Übersetzung: Wie übersetzt man »Moving in the Spirit«? Unterwegs im Geist? Bewegt im Geist? Bewegt vom Geist? Was genau meint das englische Wort discipleship? Das Substantiv ist kein biblischer Begriff und die naheliegende wörtliche Übersetzung »Jüngerschaft« klingt ungewohnt – inklusiv formuliert, als »Jüngerinnen- und Jüngerschaft«, dazu schwerfällig. Im Folgenden gilt es, den Begriffen auf die Spur zu kommen und sowohl discipleship als auch transforming näher zu bestimmen.

Ein Gespräch mit Teilnehmenden des Global Institute of Theology (GIT) in Wuppertal im Juni 2017 ließ die Übersetzungsproblematik der Begriffe deutlich zu Tage treten. Die Studierenden aus Südafrika, Ghana, Korea, Kanada, Taiwan, Indonesien, den USA und weiteren Ländern der Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen meldeten große Schwierigkeiten an, transforming discipleship in die Sprache zu übersetzen, in der sie ihre Bibel lesen oder in der sie predigen. Relativ einfach fiel es ihnen noch, disciple auf die Figuren der Jünger im Neuen Testament zu beziehen. Doch Konzepte, die das abstraktere discipleship aufruft, wurden sehr unterschiedlich umrissen: Sie reichten von Gemeindemodellen, in denen Heimgruppen gebildet werden – die dann gemeinsam ausziehen, um andere zu besuchen und zu missionieren –, bis hin zu Gemeinden, in denen nur Leitende als Jünger betrachtet werden. Andere verbanden mit discipleship eine lange Lernzeit voller Kurse. Vielfach wurde unterstrichen, dass der Begriff stets unmittelbar mit dem Befolgen des Missionsauftrages in Mt 28 (»Darum geht und macht alle Völker zu meinen Jüngern …«) stehen müsse.

Transforming kann in viele Sprachen als »Wandel« übersetzt werden. Jedoch wird damit nicht zum Ausdruck gebracht, welche Art von Wandel oder welche Tiefe an Veränderung gemeint ist. Die Ausnahme blieb ein Beispiel aus Südkorea, wo transforming entweder als »verwandelt werden« (byunhwa) oder als radikaler, revolutionärer Umbruch (byunhyuk) übersetzt wird. Damit ist zumindest in der Übersetzung eine Qualifizierung angedeutet, welche Verwandlung gemeint sein könnte.

Die Mjini Kati Lutheran Church in Arusha, die mit Theater, Musik und künstlerischen Darbietungen neue Wege zum Evangelium sucht, hat die Teilnehmer der Konferenz zum Gottesdienst eingeladen. Männer und Frauen, Kinder und Alte feierten mit.
FOTO: ALBIN HILLERT

Ein(-)Blick in die Bibel

In englischen (und auch in französischen Bibelausgaben) übersetzt disciple das griechische Wort mathetai. In den deutschen Übersetzungen steht dafür Jünger (zum Beispiel Mt 28,19). In der Vulgata, der lateinischen Bibelübersetzung, wurde es mit discipuli wiedergegeben. Etwa seit dem 8. Jahrhundert setzte sich für das lateinische Wort im deutschen Sprachbereich das Wort Jünger durch, ein substantivierter Komparativ zum mittelhochdeutschen jung. Dahinter blitzt noch der Gegensatz von jünger und älter durch beziehungsweise das Verhältnis eines jüngeren Lehrlings zum älteren Herrn. Mit Luthers erster Bibelübersetzung wurde das Wort Jünger zu der Übersetzung für mathetai und hat sich durch alle Revisionen gehalten. Im Wort Jünger scheint für heutige Ohren der Aspekt der Nachfolgebeziehung zu Jesus selbst betonter zu sein. Bei disciple schwingt die Assoziation eines Lehrer-Schüler-Verhältnisses mit.

Was lässt sich nun über diese »Jünger« in den Evangelien sagen? In den Erzählungen über die ersten Berufungen im Markusevangelium (Mk 1,16ff.) ist ein herausragendes Element die Aufforderung Jesu: »Folgt mir nach« (wörtlich: »Gehe hinter mir«). Die Nachfolgeerzählungen sind auf Jesus ausgerichtet: Folge mir nach. Die Gemeinschaft mit ihm wird zum Erfahrungsraum und zur Bezeugung des Reiches, das mit ihm begann. Berufen zu sein, ist eines der Merkmale des Jüngerseins (discipleship), der Jüngerinnen und Jünger. Gleichzeitig machen die Texte, die sich mit dem Jüngersein auseinandersetzen – die Aussendungsreden (Mt 10), die Bergpredigt und nicht zuletzt der sogenannte Missionsauftrag (Mt 28) – deutlich, dass mit Nachfolge nicht nur das Hören auf Jesu Ruf gemeint ist, sondern ein aktives Leben in Zeugnis und Handeln. So wird im Markusevangelium (Mk 8,34) berichtet, dass Jesus das Volk (griech. ochlos) und die Jünger (griech. mathetai) zusammenruft und spricht: »Will mir jemand nachfolgen (griech. akolouthein), der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach (griech. akolouthein).« Sein Kreuz auf sich nehmen, ist ein wichtiger Aspekt dieser Nachfolge, zu der Jesus hinzufügt (V. 35): »Denn wer sein Leben behalten will, der wird’s verlieren; und wer sein Leben verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, der wird’s behalten.«

In die Nachfolge tritt demnach ein, wer sich entscheidet, sich zu verleugnen und sein eigenes Kreuz auf sich zu nehmen. Diese Verschiebung vom »Ruf in die Nachfolge« zum »Eintritt in die Nachfolge« erklärt sich durch die Situation der nachösterlichen Gemeinde, in der die Berichte der Jüngerberufungen weitergegeben wurden: Nach Karfreitag, Ostern und Himmelfahrt ist Nachfolge nicht mehr damit identisch, hinter Jesus »herzugehen«. Nachfolge ist nun nicht mehr nur die historische Beschreibung des Lebens der damaligen Jüngerinnen und Jünger mit dem irdischen Jesus.

Nachfolge im Wandel

In der Apostelgeschichte wird die erste Transformation des Jüngerseins beschrieben, und zwar im Blick auf die Gemeinde in Antiochien: »In Antiochia wurden die Jünger [mathetai] zuerst Christen [christianous] genannt« (Apg 11,26). Aus der Gemeinschaft der Jünger, die Jesus nachfolgten, wurde eine Gemeinde, die Nachfolge als Leben in einer Gemeinschaft verstand. Diese Bedeutungsverschiebung von Nachfolge zieht nach sich, dass in den neutestamentlichen Schriften der nachösterlichen Gemeinden in anderer Begrifflichkeit über Nachfolge als Christsein reflektiert wird: nämlich im Sinne einer Einverleibung in die Gemeinde durch Bekenntnis (die eigene Entscheidung) und Taufe (das empfangene Sakrament). Nachfolge als Christsein wird nun mit einer bestimmten Lebensführung assoziiert. Nachfolge ist die Nachahmung des Beispiels Jesu (lat. imitatio). In der späteren Korinther-Korrespondenz (1 Kor 11,1) drückt der Apostel Paulus das so aus: »Folgt meinem Beispiel, wie ich dem Beispiel Christi!«, wobei »folgt meinem Beispiel« hier mimethai, also nachahmen, übersetzt. Der Begriff der imitatio und die damit verbundene Praxis waren über viele Jahrhunderte in der Kirchengeschichte und Theologie von erheblicher Prägekraft dafür, wie eine Nachfolge Jesu aussehen soll.

Bereits an dieser historischen Schwelle von der ersten Jüngergeneration, die noch dem irdischen Jesus nachfolgte, zu den ersten Gemeinden, die in das Bekenntnis zum Gekreuzigten und Auferstandenen einstimmen, wird deutlich, wie die Bedeutung von Nachfolge sich wandelt und andere verwandelt. Jüngersein im Sinne von Nachfolge transformiert sich von der Verwandlung durch Berufung hin zur Nachahmung des Beispiels Jesu wie bei Paulus.

Zusammengefasst gesagt: Die bisherigen Beobachtungen zeigen auf, dass bereits im Neuen Testament unterschiedliche Akzente für Jüngersein, Jüngerschaft und Nachfolge gesetzt werden. Nachfolge steht im Spannungsfeld zwischen der Verwandlung durch den gehörten Ruf Jesu und der persönlichen Entscheidung, den Auferstandenen als Herrn zu bekennen und dementsprechend zu leben. Wie diese Nachfolge als Christsein zu interpretieren ist, daran haben sich über die Jahrhunderte immer wieder Debatten und Konflikte entzündet. Hier mag nur daran erinnert werden, dass seit den ersten Eremiten, die Nachfolge als Nachleben der Wüstenerfahrung Jesu interpretierten, immer wieder die Frage aufkam, wie weit sich Christen auf die Welt einlassen können.

Mit einem großen zeitlichen Sprung sei noch darauf hingewiesen, dass transforming discipleship auf einen Klassiker der Missionstheologie anspielt. Der südafrikanische Theologe David Bosch gab 1991 seinem epochalen Buch den mehrdeutigen Titel »Transforming Mission«. Damit ist sowohl eine »Mission, die verwandelt « als auch die Verwandlung der Mission gemeint. Diese Mehrdeutigkeit ist im Deutschen nicht in zwei Worten darstellbar, und analog muss sie mit Bezug auf transforming discipleship erklärend nachgetragen werden: Nachfolge, die sich verwandelt, und verwandelnde Nachfolge – beides ist mit transforming discipleship gemeint.

Nachfolge und Mission von den Rändern der Gesellschaft aus betrachtet: Eine wichtige Perspektive, die ein eigenes Forum diskutierte.
FOTO: ALBIN HILLERT

Fazit der Weltmissionskonferenz

Bereits in der Vorbereitung auf die Weltmissionskonferenz von Arusha hatte sich gezeigt, dass der neue Begriff transforming discipleship erhöhte Aufmerksamkeit auf sich ziehen würde. Daher überraschte es nicht, dass er in Arusha auf Podien, in Workshops und liturgischen Zusammenhängen häufig aufgegriffen wurde – in aller Vielschichtigkeit. Teilweise entstand sogar der Eindruck eines fast inflationären Gebrauchs als Container-Begriff: Unterschiedliche Themen und Zugänge wurden mit discipleship gelabelt.

Als biblische Bezugspunkte rief man eher die (synoptischen) Evangelien auf, paulinische Einlassungen auf die Praxis der ersten Gemeinden traten demgegenüber zurück. Der Ruf Jesu ergeht auch heute und wird erfahren wie damals durch die ersten Jünger. Deshalb wurden verschiedene Bezüge hergestellt zwischen Nachfolge und einer Mission »from the margins«, von den Rändern. Jesu Jünger und Jüngerinnen kamen ebenso wie später die ersten Gemeinden von den Rändern ihrer Gesellschaften. Sie haben die radikal neue, herrschaftskritisch- subversive Botschaft weitergetragen in Kontexten ungleicher Machverhältnisse, im Ringen mit den Imperien ihrer Zeit. Dies war auch ein »teurer« Lernprozess, denn die Praxis der Kreuzesnachfolge konnte bis ins Martyrium führen. Dennoch sind auf diesem Weg offenbar attraktive Gegenwelten entstanden, die auf Transformation des jeweiligen Status quo zielten und auch dadurch das Christentum verbreiteten. Diese Interpretation der Geschichte wurde nicht selten zur Folie für die Beschreibung aktueller Aufgaben.

Daneben waren andere Akzente zu hören: die Zusammengehörigkeit von Wort- und Tatzeugnis, persönliche Veränderungen in der Nachfolge, die Bitte um Kraft und Ausdauer, in schwierigen Situationen auszuharren oder sie zu verändern. So beschrieb der syrisch-orthodoxe Patriarch Mor Afremzum Beispiel die bedrückende Lage der Christen und Kirchen im Mittleren Osten und sah den Kern der Nachfolge-Praxis in der Christushingabe, im Dienst der Versöhnung und im Ausrichten des Wortes vom Kreuz, das auch in verzweifelter Lage Hoffnung freisetzt auf eine Welt, die kommt.

Insgesamt überwog dennoch ein Aufforderungs- Verständnis der Nachfolge, das nicht selten in einer eher negativen Sicht der gegenwärtigen Weltlage gegründet war: An uns als Einzelne, Gruppen, Gemein- den und Kirchen ergeht mit dem Ruf in die Nachfolge die Aufforderung, Gegenakzente zu setzen, den Unrechtsregimen unserer Zeit zu widerstehen und die Welt zu verwandeln, besser zu machen. Hier verband sich eine Denkweise, die Welt und Jünger gegenüberstellte, mit einer eher fordernden Rede – wie auch der gemeinsam verabschiedete »Arusha-Call« in die Nachfolge zeigt: »Die christliche Nachfolge ist sowohl eine Gabe als auch der Aufruf, proaktive Erfüllungsgehilfinnen und -gehilfen Gottes dabei zu sein, die Welt zu verwandeln. Durch das, was die ersten Theologen der Kirche als theosis oder Vergöttlichung bezeichneten, teilen wir Gottes Gnade, wenn wir uns an Gottes Mission beteiligen. Dieser Weg der Nachfolge führt uns dahin, Gottes in Jesus Christus offenbarte Liebe kundzutun und praktisch zu leben, indem wir auf eine Art und Weise nach Gerechtigkeit und Frieden streben, die anders ist als auf dieser Welt (Joh 14,27). Wir reagieren so auf Jesu Aufruf, ihm von den Rändern unserer Welt her nachzufolgen«.

Andere Linien waren dagegen kaum auszumachen: Reflexionen über die eigene schuldbeladene Verflochtenheit von Christen und Christinnen in diese Zustände, Einschätzungen des Transformationspotentials der über Jahrzehnte zu beobachtenden Resultate weltweiter kirchlicher Entwicklungszusammenarbeit oder diakonischen Engagements. Ebenso wenig Gedanken zur Befähigung zu verwandelnder Nachfolge durch den Empfang von Charismen, die Hoffnung auf den Weg einer geistgewirkten Heiligung mit wachsender Christusfrömmigkeit von Einzelnen und Gemeinden, Wege zu einer Nachfolgepraxis, die Bündnisse schließt mit außerkirchlichen Akteuren zum Wohle von Menschen und Schöpfung. Der genauere Blick auf erfolgte Verwandlungen oder die selbstkritische Benennung von Gründen, weshalb die Nachfolge-Praxis von Missionsgesellschaften, Kirchen und Christen in diesem Sinn nicht erfolgreich war – dies wären jedoch für künftige Vertiefungen wichtige Fragen.

In der Fokussierung, die in Arusha dominierte, ist es derzeit eher fraglich, ob es in unseren kirchlichen Zusammenhängen zu einer Dynamisierung der Nachfolge- Thematik kommen kann, die gegenwärtig ohnehin keine erkennbare Rolle spielt. In ökumenischen Bezügen steht der Pilgerweg der Gerechtigkeit und des Friedens im Fokus der Aufmerksamkeit. Gleichwohl könnte es sich lohnen, mögliche Differenzierungen der Arusha-Akzente auszuarbeiten und im Dialog mit katholischen und evangelikalen Partnern in die Gespräche einzubringen. Letztlich wird es in der weiteren Rezeption auch darum gehen, die Relevanz der deutlich herrschaftskritischen, prophetischen Akzente heutiger Nachfolge-Praxis für unsere kirchlich-gesellschaftlichen Kontexte zu prüfen.

CHRISTOPH ANDERS
Pfarrer der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) und Direktor des Evangelischen Missionswerks in Deutschland e.V. (EMW)
MICHAEL BIEHL
Dr. theol., Pastor der Ev.-Lutherischen Kirche in Norddeutschland und zuständig für die Referate Grundsatz und Theologische Ausbildung des Evangelischen Missionswerks in Deutschland e.V. (EMW)

Ausgabe 6/2018

Die Teilnehmer des Forums »missionarische Bildung« haben sich Gedanken darüber gemacht, wofür ein Missionar stehen und für was er sich einsetzen sollte.
FOTO: ALBIN HILLERT

Olav Fykse Tveit, Generalsekretär des Ökumenischen Rates der Kirchen, spricht bei der Weltmissionskonferenz in Arusha.
FOTO: ALBIN HILLERT

ANMERKUNGEN

1 Art. »Jünger«, in: Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm, Bd. 10, (H-Juz), München 1999 (Nachdruck von 1877), Sp. 2379–2380.
2 In Lk 8,2f. heißt es nach der namentlichen Nennung von Maria Magdalena und Johanna: und viele andere [Frauen].
3 Vgl. David Bosch, Mission im Wandel. Paradigmenwechsel in der Missionstheologie, Gießen 2012.
4 Der »Aufruf von Arusha« ist online abrufbar unter: https://www.emw-d.de/fix/files/Arusha-Aufruf.pdf (Zugriff am 26.07.2018).

Der Artikel ist eine gekürzte und leicht adaptierte Version des Beitrags in: Evangelisches Mission swerk (Hrsg.), Nachfolge die verwandelt. Zur Weltmissionskonferenz 2018 (Jahresbericht 2016/2017), Hamburg 2017, S. 10–18. Ergänzt um den Beitrag in: Evangelisches Missionswerk (Hrsg.), Von Pilgern und Prophetinnen. Nachlese zur 14. Weltmissionskonferenz in Arusha (Jahresbericht 2017/2018), Hamburg 2018.

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