Aus der Weltkirche INDIEN corner

INDIEN

Gewalt gegen Christen eskaliert

Ausschreitungen in Uttar Pradesh

In Uttar Pradesh, dem bevölkerungsreichsten Staat im Norden Indiens, hat die Gewalt gegen Christen einen Höhepunkt erreicht. Insbesondere engagierte protestantische Christen werden von der Polizei auf der Grundlage einer falschen Anklage wegen Zwangsbekehrung festgenommen. Sie leben in Angst und Schrecken und verzichten sogar auf Gebete in ihren Privatwohnungen. Die katholische Bischofskonferenz zeigt sich solidarisch mit den bedrohten Protestanten. Sie hat Hass gegen gesellschaftliche Gruppen und Gewalt gegen Gotteshäuser verurteilt. Jene, die solche Taten verübten, seien »Feinde der Nation «, heißt es in einem auf Twitter verbreiteten Statement der Bischofskonferenz. Sie reagierte damit auf einen Angriff auf die protestantische Kirche St. Thomas in der Stadt Varanasi. 60 Männer waren laut indischen Medienberichten in die Kirche eingedrungen, hatten randaliert und Gläubige bedroht. »Wir sind eine Minderheit in der indischen Bevölkerung, aber es scheint, dass unsere Anwesenheit in diesem Staat eine Bedrohung für die verborgene Agenda extremistischer Gruppen darstellt «, sagt der Priester Manoj Nayak. Indiens größter und bevölkerungsreichster Bundesstaat Uttar Pradesh wird seit März 2017 von der hindunationalistischen Partei BJP regiert. Regierungschef ist der Hindupriester Yogi Adityanath. Die BJP stellt bereits seit 2014 auch die indische Bundesregierung in Neu Delhi. Seit der Machtübernahme der BJP hat die Gewalt von Hindunationalisten gegen religiöse Minderheiten zugenommen.

Ausgabe 01/2019

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