Aus der Weltkirche KAMBODSCHA corner

KAMBODSCHA

Gemeinsam gegen den Menschenhandel

Schwester Eulie Desacula (Mitte) setzt sich für ein würdiges Leben von Textilarbeiterinnen in Phnom Penh ein. Sie weiß: Wenn die Menschen ein sicheres Auskommen haben, werden sie seltener Opfer von Menschenhandel.
FOTO: FRITZ STARK

In Phnom Penh haben sich Regierungsvertreter und Religionsgemeinschaften zu einem breiten Bündnis gegen Menschenhandel zusammengeschlossen. Zum zweiten Mal tagte das nationale Forum zum Thema »Bekämpfung des Menschenhandels in Kambodscha«. 1700 Regierungsvertreter, Parlamentarier, Beamte, buddhistische Mönche, muslimische und christliche Führer, UN-Agenturen sowie andere interkonfessionelle Organisationen, Jugendgruppen und Verbände nahmen teil und verpflichteten sich zur Zusammenarbeit. Kambodscha ist ein Transit- und Zielland des Menschenhandels. Erwachsene und Kinder kommen von dort in andere Länder der Region und zunehmend in den Nahen Osten, wo sie in der Landwirtschaft, im Baugewerbe, in der Industrie und im Haushalt arbeiten und dabei oftmals ausgebeutet werden. »Menschenhandel ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit. Dieses Verbrechen müssen wir mit gemeinsamen Kräften bekämpfen, denn es bedroht die grundlegenden Werte unserer Gesellschaft«, sagte Kim Rattana, Geschäftsführer von Caritas Kambodscha und Vertreter der Task Force zur Bekämpfung des Menschenhandels in der Mekong-Region. Ziel sei es, das öffentliche Bewusstsein für Fragen im Zusammenhang mit dem Menschenhandel durch Ausstellungen, Konferenzen, interreligiöse Gebete, Märsche und Web-Beiträge zu sensibilisieren.

Ausgabe 01/2019

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