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Friedensnobelpreis für Denis Mukwege

Frauen in einem kongolesischen Traumazentrum. Viele von ihnen wurden Opfer sexueller Gewalt.
FOTO: KNA-BILD

missio begrüßt die Auszeichnung des Arztes

Der kongolesische Arzt Denis Mukwege hat gemeinsam mit der jesidischen UN-Sonderbotschafterin Nadia Murad den Friedensnobelpreis 2018 erhalten. Er wird für seinen Einsatz gegen sexuelle Gewalt als Waffe in Kriegen und bewaffneten Konflikten ausgezeichnet, teilte das Norwegische Nobelkomitee in Oslo mit. Der Gynäkologe habe sein eigenes Leben riskiert, indem er mutig gegen Kriegsverbrechen kämpfe und Gerechtigkeit für die Opfer fordere, sagte die Vorsitzende des Komitees, Berit Reiss-Andersen. Eine friedlichere Welt könne es nur geben, »wenn die Frauen, ihre Sicherheit und Grundrechte in Kriegszeiten anerkannt und geschützt werden«. Mukwege behandelt in der Provinz Südkivu vergewaltigte Frauen. Er gilt als weltweit führender Experte für die Behandlung von Verletzungen durch Gruppenvergewaltigungen und als Aktivist gegen sexuelle Gewalt. In Dossiers hat er Unaussprechliches über die Gewaltmethoden der verschiedenen Milizen und Rebellengruppen dokumentiert. Er bemüht sich, nicht nur die physischen, sondern auch die psychischen Wunden der Opfer zu heilen. Dabei arbeitet der 63-Jährige bereits seit einiger Zeit mit missio Aachen zusammen: missio-Mitarbeiter bringen die Opfer sexueller Gewalt in sein Krankenhaus in Bukavu, anschließend erhalten die oft schwer traumatisierten Frauen seelsorgerische Hilfe seitens der kirchlichen Partner. Als Menschenrechtler setzt sich Mukwege zudem auf politischer Ebene dafür ein, Vergewaltigungen als Kriegswaffe ein Ende zu setzen. Klaus Krämer, Präsident von missio Aachen, hat die Verleihung des Friedensnobelpreises an Denis Mukwege begrüßt. Die Entscheidung sei ein wichtiges politisches Signal für das krisengebeutelte Land.

Ausgabe 01/2019

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