Januar/Februar 2018 DEN FRIEDEN AUFBAUEN corner

Ausgabe Januar/Februar 2018: Den Frieden aufbauen

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Kurz vor dem Redaktionsschluss dieser Ausgabe veröffentlichte der Vatikan die Botschaft von Papst Franziskus zum Weltfriedenstag 2018. Dieser steht unter dem Motto »Migranten und Flüchtlinge: Menschen auf der Suche nach Frieden «. Als erste Antwort auf die Frage, warum es so viele Flüchtlinge und Migranten gebe, schreibt der Papst: »Die bewaffneten Konflikte und die anderen Formen organisierter Gewalt verursachen weiterhin Bevölkerungswanderungen innerhalb der nationalen Grenzen und über sie hinaus.« Und er erinnert daran, »dass es nicht genügt, unsere Herzen dem Leid anderer zu öffnen. Esmuss noch viel getan werden, bevor unsere Brüder und Schwestern wieder in Frieden in einem sicheren Zuhause leben können«. Angesichts einer unübersichtlichen und unfriedlichen Welt mag es aussichtslos erscheinen, sich gegen die Übermacht von Krieg und Gewalt zu stellen. Umso wichtiger ist es dann, Projekte vorzustellen und zu unterstützen, die Wege suchen und finden, um den Frieden zu fördern und zu erhalten. In diesem Heft stellen wir ihnen drei Initiativen vor, die sich in der Friedensarbeit engagieren. Im Nordosten Indiens ist, meist im Verborgenen, ein Friedensteam im Einsatz, das in lokalen Konflikten erfolgreich vermittelt. Einen Einblick in die Arbeit dieser Friedensstifter gewährt der emeritierte Erzbischof von Guwahati, Thomas Menamparampil. Eine außergewöhnliche Perspektive bieten wir aus Nigeria. Nuruddeen Lemu, Direktor eines islamischen Forschungs- und Ausbildungsinstituts, berichtet über Kurse, in denen islamische Geistliche in Friedensaufbau und Extremismusprävention geschult werden. Marie Dennis, Co-Präsidentin von Pax Christi International, gibt einen Überblick über die vielfältigen Initiativen dieser katholischen Friedensbewegung, die mit einer großen Initiative zur Gewaltfreiheit und vielen kleinen Aktionen wichtige Zeichen setzt.

Mit diesen hoffnungsvollen Aufbrüchen wünsche ich Ihnen ein friedvolles Jahr 2018!

Stefan Voges

  • COTE D’IVOIRE

    Bischöfe fordern mehr Zusammenarbeit zwischen Afrika und Europa

    Menschenhandel und Abwanderung von Fachkräften erfordern politische Reaktionen / weiter lesen

  • MALI

    Übergriffe auf christliche Gemeinden

    Islamistische Bedrohung erreicht bislang ruhige Regionen / weiter lesen

  • NEPAL

    Antikonversionsgesetz in Kraft getreten

    Christen tragen weiter zum Aufbau einer friedlichen Gesellschaft bei / weiter lesen

  • PAKISTAN

    Religionsminister will Blasphemiegesetz beibehalten

    Kritiker sehen politische Instrumentalisierung des Gesetzes / weiter lesen

  • LATEINAMERIKA

    Global Peace Index sieht positive Signale in Lateinamerika

    Kolumbien gehört weiterhin zu den unsicheren Ländern / weiter lesen

  • von UTA MAHADI

    Islamisierung als Programm?

    Zur Situation der Menschenrechte im Sudan

    Im Jahr 2009 erließ der Internationale Strafgerichtshof einen Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar al-Bashir. Ihm wurden Verbrechen gegen die Menschlichkeit im gewaltsamen Konflikt in der westsudanesischen Provinz Darfur vorgeworfen. Wegenmangelnder Aussicht auf Erfolg wurden die Ermittlungen 2014 eingestellt. / weiter lesen

  • von ERZBISCHOF EM. THOMAS MENAMPARAMPIL

    Was es heißt, ein Friedensstifter zu sein

    Erfahrungen eines Erzbischofs in Nordostindien

    Der Nordosten Indiens umfasst die Bundesstaaten Arunachal Pradesh,Assam, Manipur, Meghalaya, Mizoram, Nagaland und Tripura. Unter der Bezeichnung »die sieben Schwesternstaaten« bekannt, sind sie seit Jahrzehnten Schauplatz gewalttätiger Aufstände. / weiter lesen

  • VON NURUDDEEN LEMU

    Friedensaufbau und Extremismusprävention in Nigeria

    Eine muslimische Perspektive

    In den meisten Ländern Afrikas durchdringt die Religion jede Facette des Gemeinschaftslebens. Wenn Konflikte auftauchen, können auch diese daher leicht eine religiöse Färbung annehmen. Wie reagieren die Religionsgemeinschaften darauf? / weiter lesen

  • von MARIE DENNIS

    Versöhnung ist der Anfang des Friedens

    Die Arbeit der internationalen katholischen Friedensbewegung Pax Christi

    In Frankreich gegründet, um die Versöhnung zwischen Franzosen undDeutschen nach dem Zweiten Weltkrieg voranzubringen, wurde Pax Christi wenige Jahre später von Papst Pius XII. als offizielle katholische Friedensbewegung anerkannt. Pax Christi glaubt, dass es keinen wahren Frieden ohne Versöhnung geben kann. / weiter lesen

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