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Ausgabe Juli/August 2018: DIE JUGEND GEWINNEN

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

Die Jugend sucht nach Wegen, die Zukunft selbst zu gestalten. Die Jugendlichen haben die Hoffnungen, Wünsche und Visionen, die Gesellschaft zum Guten zu verändern. Gleichzeitig müssen sie die Last der Konsequenzen heutiger politischer und gesellschaftlicher Fehlentwicklungen und Herausforderungen tragen.

Die Situation jungerMenschen in Afrika und Asien wird vornehmlich durch die negativen Zukunftsprognosen geprägt: Auch gut ausgebildete junge Leute sehen sich mit Arbeitslosigkeit konfrontiert, dazu kommen oft wirtschaftliche Not und politische Missstände. Raymond Bernard Goudjo beschreibt die schlechten Aussichten der Jugend in Benin. Es fehlen die Berufsperspektiven, Ausbeutung und Menschenhandel sind an der Tagesordnung. Um solchen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen, unterstützt die katholische Kirche in Afrika und Asien an vielen Stellen Initiativen, die jungen Menschen neue Wege aufzeigen. So beschreibt Alloys Nyakundi das Phänomen der neu gegründeten und wachsenden Kleinen Christlichen Jugendgemeinschaften an der Kenyatta-Universität in Nairobi, Kenia. Sie bieten den Jugendlichen einen geschützten und intimen Ort, umgemeinsam den Glauben und das Leben zu teilen sowie miteinander und in ihrem Umfeld solidarisch zu sein. Sie sind damit ein hoffnungsvolles Zeichen hin zu einer Kirche der Partizipation und Beteiligung für die zukünftigen Generationen. Dass eine junge Kirche für junge Menschen eine missionarische Kirche sein muss, davon berichtet auch Charles Bertille. Er stellt die Arbeit des Laieninstituts Fondacio Asia auf den Philippinen, in Myanmar, Laos, Malaysia und Vietnam vor. Es bietet jungen Erwachsenen in Asien Ausbildungschancen und bereitet sie auf die Arbeit in der Ortskirche vor.

Diese drei Einblicke in die Situation von jungen Menschen in der Weltkirche zeigen: Die Jugend braucht ihre eigenen Räume, in denen sie die Gestaltung ihrer Zukunft selbst in die Hand nimmt. An genügend Raum dafür sollte es in der Kirche nicht mangeln. Dort, wo er fehlt, wie unser Länderbericht aus Nordkorea zeigt, wird es nicht nur für Jugendliche, sondern für alle schwer, ihren Glauben zu leben.

Dr. Miriam Leidinger

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