Ausgabe 01/2010 Südafrika corner

Ausgabe Januar / Februar 2010

LIEBE LESERINNEN! LIEBE LESER!

Es ist eine Premiere: Sie halten die erste Ausgabe von Forum Weltkirche in Händen, die im Farbdruck produziert worden ist. Wir sind diesen Schritt gegangen, um Ihnen, liebe Leserinnen und liebe Leser, eine Zeitschrift anbieten zu können, die in ihrem Erscheinungsbild ansprechender und zugleich auch übersichtlicher gestaltet ist. Und wir sind überzeugt, dass dieser Schritt dazu beiträgt, den sich wandelnden Bedürfnissen der heutigen Leserschaft gerecht zu werden.

Mit dieser ersten Ausgabe im Farbdruck schauen wir auf ein Land, dass 2010 im Blick der internationalen Öffentlichkeit stehen wird: Südafrika. Erstmals wird die Fußballweltmeisterschaft in einem afrikanischen Land stattfinden. Was bedeutet dies für ein Land, dass durch vielfältige wirtschaftliche und soziale Probleme geprägt ist? Welche Chancen bieten sich Südafrika durch dieses Großereignis, und was sind die Risiken, die das Land eingeht? Aus Sicht der katholischen Kirche werden Antworten auf diese Fragen gegeben und zugleich Aspekte benannt, die nicht unbedingt im Mittelpunkt des Interesses einer fußballbegeisterten internationalen Fangemeinde stehen. Die Marginalisierung der Armen, der internationale Menschenhandel und auch der Klimawandel sind nur einige Aspekte, die aus Sicht der Kirche Sorgen bereiten.

Aber noch ein weiteres Ereignis wird 2010 den Blick auf Südafrika richten: am 21. März wird der 50. Jahrestag des Massakers von Sharpeville begangen. Dieses Massaker stellt einen Wendepunkt in der Geschichte der Apartheid dar und ist zu einem Synonym für die Brutalität und Menschenverachtung eines rassistischen Systems geworden. Die Vereinten Nationen haben den Jahrestag des Massakers zum Internationalen Tag für die Beseitigung der Rassendiskriminierung erhoben. Der Jahrestag ist Erinnerung und Mahnung zugleich. Rassendiskriminierung darf in der heutigen Welt keinen Platz mehr haben.

Norbert Kößmeier

  • VON CHRIS TOWNSEND

    Stoßt in die Posaune!

    Die südafrikanische Kirche am Ball

    Wie bereitet man sich als Kirche eigentlich am besten auf eine Fußball- WM vor? Was kann Kirche tun und wo sollen Schwerpunkte liegen? Unter dem Motto »Kirche am Ball« hat die katholische Kirche Südafrikas die Planungen und Vorbereitungen auf den Weg gebracht. Es geht zum einen darum, Gäste aus dem Ausland willkommen zu heißen, ihnen ein Gefühl daf / weiter lesen

  • VON MIKE DEEB OP

    WM 2010 - Chancen und Risiken

    Eine Bewertung aus Sicht von "Justice and Peace"

    Wir selbst können es bestens nachempfinden, nachdem wir 2006 die Fußballweltmeisterschaft in Deutschland erleben konnten: eine WM im eigenen Land ist etwas ganz besonderes. Für Südafrika ist diese Besonderheit um ein Vielfaches ausgeprägter, da es sich um die erste WM in Afrika überhaupt handeln wird. / weiter lesen

  • von PETER-JOHN PEARSON

    50 Jahre Sharpeville

    Erinnerungen und Reflektionen

    Das Massaker von Sharpeville hat Südafrika nachhaltig verändert. Und es hat bedeutsame Lektionen gelehrt: der Protest gewöhnlicher Menschen ist in der Lage, ein Unrechtsregime herauszufordern und zu überwältigen. Sharpeville ist zu einem Mahnmal der Menschenrechte geworden. Heutige Trennlinien in der Gesellschaft fordern uns heraus, sich entschiede / weiter lesen

  • Deutschland

    Gewalt nicht mit Gott rechtfertigen

    missio-Kampagne 2009 "Selig die Frieden stiften" / weiter lesen

  • Asien

    Widersprüche innerhalb der Kirche

    Ordensleute kritisieren einseitige Haltungen / weiter lesen

  • Indien

    Dürfen Selbstmörder kirchlich beerdigt werden?

    Heftige Auseinandersetzung über Beschluss einer orientalischen Kirche / weiter lesen

  • VON KATJA SCHUBERT

    Wird es eine gemeinsame Zukunft geben können?

    Sri Lanka nach dem blutigen Bürgerkrieg
  • Massaker im Kongo von Deutschland aus befohlen?

    Führer der Hutu-Milizen festgenommen
  • VON KEVIN DOWLING

    Herausgefordert durch den Fußball

    Die Diözese Rustenburg bereitet sich auf die WM 2010 vor

    Die Region um Rustenburg, nordwestlich von Johannesburg gelegen,ist geprägt durch den Bergbau, durch eine hohe Armut eines Großteils der Bevölkerung und durch massive Probleme aufgrund von HIV/AIDS.Vor den Toren der Stadt, in Phokeng wird zurzeit das Royal Bafokeng Stadium errichtet, eines von neun Austragungsorten der kommenden Fußball-WM. / weiter lesen