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Ausgabe September/Oktober 2017: Spiritualität der Schöpfung

LIEBE LESERINNEN! LIEBE LESER!

Im Frühjahr stieß ich zufällig auf die Ausschreibung eines internationalen Fotowettbewerbs mit einem spannenden Thema: »Inspire change through your lens«, »Inspiriere den Wandel durch deine Linse«. Mich interessierten weniger die Teilnahmebedingungen als vielmehr die Idee des Wettbewerbs: Die Aufgabe für die Fotografinnen und Fotografen lautete, mit ihren Bildern erfolgreiche Modelle nachhaltiger Lebensführung in Fragen des Energieverbrauchs und der Nahrungsmittel zu zeigen. Die Fotografien sollen andere anregen, diese Modelle selbst auszuprobieren. Die Botschaft dahinter: Es ist möglich, den Lebensstil zu verändern und einen sozialen und ökologischen Wandel herbeizuführen, ohne auf politische Entscheidungen zu warten.

Das fotografische Plädoyer für einen alternativen Lebensstil erinnerte mich an das Wort der »ökologischen Umkehr«, das Papst Franziskus mit seiner Enzyklika Laudato si’ ins Gespräch gebracht hat. Sind es nicht gerade gelungene Beispiele, die das Wort von der »ökologischen Umkehr« mit Leben füllen? In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen den Wettbewerb und die Kampagne vor und zeigen Ihnen eine Reihe von Wettbewerbsbildern, die uns die Organisatoren freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben. Die teils preisgekrönten Fotografien begleiten zwei Beiträge, in denen aus afrikanischer und asiatischer Perspektive der Begriff der Schöpfung reflektiert und weitergedacht wird. Außerdem dokumentieren wir in dieser Ausgabe eine Rede, die der kongolesische Erzbischof François-Xavier Maroy Rusengo vor Europapolitikern in Brüssel gehalten hat. Diese Rede führt nicht nur das stabilisierende Engagement der Kirche in der Demokratischen Republik Kongo vor Augen, sondern auch die schwierige politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Situation, in der sich das Land befindet.

Ich wünsche Ihnen eine informative und eine fotografisch anregende Lektüre.

Stefan Voges

  • von FRANCOIS-XAVIER MAROY RUSENGO

    »Wer Frieden predigt, lebt gefährlich!«

    Eine Rede über den Kongo, Konfliktmineralien und Migration

    Wer Frieden predigt, lebt gefährlich in der Demokratischen Republik Kongo. Erzbischof François-Xavier Maroy Rusengo von Bukavu hat mehr als einen Attentatsversuch überlebt. / weiter lesen

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