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Ausgabe März/April 2018: Pastorale Planung

Liebe Leserinnen, liebe Leser!

In vielen deutschen Bistümern haben in den letzten Jahren »Pastoralpläne« und »Pastorale Planungsprozesse« die Runde gemacht. Die Diözesen setzen diese Instrumente ein, um auf Veränderungen im kirchlichen Leben zu reagieren. Insofern sind Pastoralpläne hilfreiche Maßnahmen zur notwendigen Standortbestimmung und Zukunftsorientierung in Gemeinden und Gruppen. Nicht selten sind die Ansätze pastoraler Planung allerdings mit der frustrierenden Erfahrung verbunden, viel Aufwand zu betreiben, aber nur einen geringen Ertrag, sprich: wirkliche Veränderung zu erzielen. In dieser Ausgabe von Forum Weltkirche schauen wir auf pastorale Planungsprozesse in anderen Teilen der Welt. Ein Beitrag aus den USA beleuchtet die historische Entwicklung der pastoralen Planung und macht deutlich, dass die Sache älter ist als der recht junge Begriff »Pastoralplanung«. Dann haben wir verschiedene Diözesen nach ihren Erfahrungen mit pastoraler Planung gefragt. Antworten haben uns aus zwei Diözesen erreicht: Daru-Kiunga in Papua-Neuguinea und Aizawl in Nordostindien. Sie geben einen Einblick in die nötigen Organisationsstrukturen – natürlich unter ganz anderen Voraussetzungen als in Deutschland –, sie lassen aber vor allem erkennen, dass pastorale Planung wesentlich ein gemeinschaftlicher geistlicher Weg ist.

Das unweigerlich mit Planung verbundene Thema der Finanzen greifen wir in einem anderen Zusammenhang auf. Wie wichtig sind persönliche Beziehungen für das Einwerben von Spenden? Was bedeutet die geringer werdende Zahl europäischer Missionarinnen und Missionare für den Zufluss der Spendengelder aus dem finanzkräftigen Europa? Diese Fragen stellen sich vor allem Ordenseinrichtungen in den Ländern des Südens. Und sie stellen neue Anforderungen an die Finanz- und Personalplanung der Verantwortlichen.

Einen erhellenden Blick in die Idee pastoraler Planung wünscht

Stefan Voges

  • LATEINAMERIKA

    Papstreise lenkt Aufmerksamkeit auf indigene Bevölkerung und gefährdete Natur

    Papst Franziskus besuchte Chile und Peru / weiter lesen

  • PAKISTAN

    Bei einem Anschlag in Quetta sterben 14 Menschen

    Bischöfe rufen zum Gebet für Frieden und Toleranz auf / weiter lesen

  • DR KONGO

    Kirche verurteilt Gewalt gegen Demonstranten

    Präsident Kabila geht auf Konfrontationskurs mit der Kirche / weiter lesen

  • TOGO

    »Die Menschen fühlen sich nicht sicher«

    Demonstranten fordern Rückkehr zur Verfassung von 1992 / weiter lesen

  • von KRISTINA GROSSMANN

    Die meisten leben nicht im Paradies

    Der gesellschaftliche Wandel in Indonesien

    Länderbericht / weiter lesen

  • von MARK MOGILKA

    Nicht vergessen, dem Heiligen Geist Raum zu geben

    Entwicklung und Zukunft der pastoralen Planung in den USA

    Ein Vorreiter in Sachen pastoraler Planung ist die katholische Kirche in den USA. Seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil haben sich dort Ansätze pastoraler Planung entwickelt, die auf die verschiedenen Zeichen der Zeit zu reagieren versuchten. Die neueste Herausforderung stellt nun der missionarische Aufbruch unter Papst Franziskus dar. / weiter lesen

  • von BISCHOF GILLES COTÉ SMM

    Ein Volk auf einer Reise des Glaubens

    Pastorale Planung in Papua-Neuguinea

    Seit fast 20 Jahren ist Gilles Côté, der zur Gemeinschaft der Montfort-Missionare gehört, Bischof der Diözese Daru-Kiunga in Papua-Neuguinea. Pastorale Planung ist dort ein fester Bestandteil des diözesanen Lebens. Für Forum Weltkirche hat der Bischof einige Fragen zum Prozess der pastoralen Planung in seinem Bistum beantwortet. / weiter lesen

  • von SANTIAGO SAVARI

    Planvoll und mit allen am Reich Gottes bauen

    Pastorale Planung in Nordostindien

    Als Chefkoordinator der diözesanen Kommission in der nordostindischen Diözese Aizawl ist Santiago Savari verantwortlich für die pastorale Planung im Bistum. Für Forum Weltkirche hat er einige Eckpunkte des pastoralen Planungsprozesses in Aizawl beschrieben. / weiter lesen

  • von THOMAS SUERMANN DE NOCKER

    Ohne Freundschaft hört das Geld auf

    Problematik personengebundener Spenden

    Deutsche Ordensleute, die in den Ländern des Südens in Ordenseinrichtungen tätig sind, haben durch ihre Verbindungen in die Heimat eine große Bedeutung für die Einwerbung von Spenden. Was aber passiert, wenn diese Personen die von ihnen geleiteten Projekte verlassen und die Spender damit auch das Interesse an der Einrichtung verlieren? / weiter lesen