Burkina Faso

Liebe Leserinnen!
Liebe Leser!

Burkina Faso – der Name des Landes heißt übersetzt »Land der aufrechten Menschen«. Dass dieser Name Programm ist, haben die Burkinabè, wie die Einwohner des Landes heißen, in der jüngsten Geschichte unter Beweis gestellt. Im September 2015 widersetzten sie sich einem Militärputsch, und die amtierende Regierung wurde wieder eingesetzt, so dass im November 2015 reguläre Wahlen stattfinden konnten. Nun gilt es, die Demokratie zu festigen – eine Aufgabe, an der sich auch die Kirche beteiligt.

Burkina Faso könnte auch das Land der jungen Menschen heißen. Denn ungefähr ein Drittel der Einwohner sind zwischen 15 und 35 Jahren alt. Sie sind ein wichtiger Teil der aktiven Zivilgesellschaft. Aber angesichts einer schwachen Wirtschaft stellt sich die Frage, ob diese jungen Menschen in Burkina Faso eine Zukunft finden oder ob sie ihr Land verlassen und andernorts, wohl auch in Europa, ihr Glück suchen werden.

Burkina Faso könnte auch Land der Armut heißen. Im Human Development Index liegt das Land auf Rang 183 von 188 Staaten. Denn Burkina Faso hat wenig natürliche Ressourcen. Chancen für die Entwicklung bietet also vor allem die Bildung und Ausbildung der Menschen, ein Feld, auf dem der Staat und die Kirche in Burkina Faso eng zusammenarbeiten.

Schließlich könnte Burkina Faso das Land der religiösen Vielfalt heißen. Das friedliche Zusammenleben der Religionen in dem westafrikanischen Land gilt seit vielen Jahren als vorbildlich. Aber diese Harmonie ist durch jüngere Entwicklungen bedroht und erfordert einen verstärkten Einsatz im interreligiösen Dialog.

Ich wünsche Ihnen viel Freude dabei, Burkina Faso, das Land der aufrechten Menschen, in diesem Heft kennenzulernen!

Stefan Voges

Beiträge aus Heft 3/2017

Die Zukunft des Landes

Von Emanuel Sawadogo

Die Situation der Jugend in Burkina Faso I Burkina Faso ist ein junges Land. Ein sehr junges Land. Etwa die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 17 Jahre. Die Kinder und Jugendlichen sind die Zukunft ihres Landes. Aber finden sie in ihrem Land eine... weiterlesen »

Pastoral, Inkulturation und Mission

Von Antole Tiendrébéogo

Die Kulturen und der Glaube in Burkina Faso I Kirche als Familie Gottes – dieses Bild prägt die Kirche in Burkina Faso und in weiten Teilen Afrikas. Es ist ein herausragendes Beispiel für die Inkulturation des Christentums in Afrika und vermag das kirchliche Leben immer wieder neu zu inspirieren. Doch wie die afrikanische Familie steht auch die Familie Gottes heute vor zahlreichen Herausforderungen. In der Druckausgabe lesen    

Dialog des Lebens, Dialog des Glaubens

Von Adrien Sawadogo

Die interreligiöse Begegnung in Burkina Faso I Seit religiöser Extremismus und religiös motivierte Gewalt zunehmen und Argwohn zwischen den Anhängern der verschiedenen Weltreligionen hervorrufen, ist der Umgang mit religiöser Vielfalt zu einer weltweiten Herausforderung geworden. Angesichts dieses Phänomens der Gegenwart entstehen viele Initiativen, um den interreligiösen Dialog zu fördern – mit dem Ziel einer pluralistischen Gesellschaft, in der Anhänger verschiedener Religionen ihren jeweiligen Glauben zu gegenseitigem Nutzen leben. In der Druckausgabe lesen    

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