Die Jugend gewinnen

Liebe Leserinnen!
Liebe Leser!

Die Jugend sucht nach Wegen, die Zukunft selbst zu gestalten. Die Jugendlichen haben die Hoffnungen, Wünsche und Visionen, die Gesellschaft zum Guten zu verändern. Gleichzeitig müssen sie die Last der Konsequenzen heutiger politischer und gesellschaftlicher Fehlentwicklungen und Herausforderungen tragen. Die Situation junger Menschen in Afrika und Asien wird vornehmlich durch die negativen Zukunftsprognosen geprägt: Auch gut ausgebildete junge Leute sehen sich mit Arbeitslosigkeit konfrontiert, dazu kommen oft wirtschaftliche Not und politische Missstände. Raymond Bernard Goudjo beschreibt die schlechten Aussichten der Jugend in Benin. Es fehlen die Berufsperspektiven, Ausbeutung und Menschenhandel sind an der Tagesordnung. Um solchen Entwicklungen etwas entgegenzusetzen, unterstützt die katholische Kirche in Afrika und Asien an vielen Stellen Initiativen, die jungen Menschen neue Wege aufzeigen. So beschreibt Alloys Nyakundi das Phänomen der neu gegründeten und wachsenden Kleinen Christlichen Jugendgemeinschaften an der Kenyatta-Universität in Nairobi, Kenia. Sie bieten den Jugendlichen einen geschützten und intimen Ort, umgemeinsamden Glauben und das Leben zu teilen sowie miteinander und in ihrem Umfeld solidarisch zu sein. Sie sind damit ein hoffnungsvolles Zeichen hin zu einer Kirche der Partizipation und Beteiligung für die zukünftigen Generationen. Dass eine junge Kirche für junge Menschen eine missionarische Kirche sein muss, davon berichtet auch Charles Bertille. Er stellt die Arbeit des Laieninstituts Fondacio Asia auf den Philippinen, in Myanmar, Laos, Malaysia und Vietnam vor. Es bietet jungen Erwachsenen in Asien Ausbildungschancen und bereitet sie auf die Arbeit in der Ortskirche vor. Diese drei Einblicke in die Situation von jungen Menschen in der Weltkirche zeigen: Die Jugend braucht ihre eigenen Räume, in denen sie die Gestaltung ihrer Zukunft selbst in die Hand nimmt. An genügend Raum dafür sollte es in der Kirche nicht mangeln. Dort, wo er fehlt, wie unser Länderbericht aus Nordkorea zeigt, wird es nicht nur für Jugendliche, sondern für alle schwer, ihren Glauben zu leben.

Miriam Leidinger

Beiträge aus Heft 4/2018

Religionsfreiheit nur auf dem Papier

Von Jaiho Chung

Nordkorea: Einblicke in ein abgeschottetes Land I Das Regime Nordkoreas verfolgt eine Doppelstrategie. Es instrumentalisiert Religion zu Propagandazwecken. Das, was den politischen, diplomatischen und wirtschaftlichen Zielen des Landes dient, ist... weiterlesen »

Schlechte Aussichten

Von Raymond Bernard Goudjo

Wenig Zukunftschancen für die Jugend in Benin I Nachdem sich die Menschen in Benin 1991 von einer jahrzehntelangen marxistisch-leninistisch geprägten Militärdiktatur befreit hatten, entwickelte das Land durch kontinuierliche Reformprozesse eine relativ stabile Demokratie. Doch ein Drittel der Einwohner lebt in Armut, das Wirtschaftswachstum kann mit der wachsenden Bevölkerung nicht mithalten. Viele Jugendliche finden trotz Ausbildung keine Arbeit. In der Druckausgabe lesen    

Neue Wege schaffen

Von Alloys Nyakundi

Kleine Christliche Jugendgemeinschaften in Kenia I Das Modell der Kleinen Christlichen Gemeinschaften prägt die pastorale Wirklichkeit in Kenia seit den 1970er Jahren. Viele Errungenschaften wie die Partizipation von Laien, die Rückbesinnung auf die Taufwürde aller Gläubigen sowie karitatives und politisches nachbarschaftliches Engagement  werden mit dem Modell verbunden. Doch die Verantwortlichen müssen heute auch mit vielen Herausforderungen umgehen, etwa mit der Frage, warum junge Menschen häufig fernbleiben. In der Druckausgabe lesen    

Ein Funke des Wandels in Asien

Von Charles Bertille

Die Arbeit von Fondacio Asia mit den Ortskirchen und der Jugend I Es ist die Geschichte einer Initiative, die um der Kirche und der Mission willen entstand: Vor zwölf Jahren gründeten Laien das »Institute of Formation, Fondacio Asia« (IFFAsia), um jungen Erwachsenen in Asien Ausbildungschancen zu geben und sie auf die Arbeit in der Ortskirche vorzubereiten. Eine Studie zur Arbeit von Fondacio Asia zeigt, dass sie Früchte trägt und die Absolventen eine neue Generation junger Laienführer in den aufstrebenden asiatischen Kirchen bilden. In der Druckausgabe lesen    

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