Du bist gesandt

Liebe Leserinnen!
Liebe Leser!

Mission ist nicht nur eine Sache der Profis. Du bist eine Mission. Du bist gesandt. Diese Botschaft zieht sich wie ein roter Faden durch das Pontifikat von Papst Franziskus. Er schreibt in seiner Botschaft zum Weltmissionssonntag 2018: »Jeder Mann und jede Frau ist eine Mission, und das ist der Grund weshalb der Mensch auf Erden ist«. Grundgelegt und entfaltet hat Franziskus diese Botschaft in seinem ersten apostolischen Schreiben Evangelii gaudium, dessen Veröffentlichung sich am 24. November 2018 zum fünften Mal jährt. Das vorliegende Heft nimmt dies zum Anlass, die unterschiedlichen Facetten des Missionsverständnisses von Franziskus sowie die Frage nach einem aktuellen Nachfolgeverständnis in den Blick zu nehmen. Margit Eckholt erörtert die Herkunft, den Kontext und die Zusammenhänge des Missionsverständnisses von Franziskus in den Spuren der Konferenz des lateinamerikanischen Bischofsrats in Medellín (1968). Virginia Azcuy stellt das Motiv des Hörens als einen besonderen Aspekt des Missionsverständnisses von Evangelii gaudium heraus. Rosa Ramos entfaltet im Anschluss an Evangelii gaudium Grundzüge einer missionarischen Spiritualität für die Gegenwart. Michael Biehl und Christoph Anders wiederum erweitern die Thematik aus evangelischer Perspektive, indem sie den Begriff »Nachfolge« beziehungsweise den englischen Begriff »discipleship« systematisch in den Blick nehmen und seine Bedeutung vor dem Hintergrund der 14. Weltmissionskonferenz diskutieren, die im März 2018 in Arusha, Tansania, stattfand. In ihrem Länderbericht zur Situation der Kirche in Kuba legen Martin Hagenmaier und Michael Huhn konkret dar, was es bedeutet, sich angesichts von Repressionen Spielräume des Glaubens zu erarbeiten. Du bist gesandt. Das ist Auftrag und Anspruch zugleich. Aber vor allem auch eine hoffnungsvolle Zusage an das Volk Gottes: Kirche ist unterwegs, weil wir unterwegs sind; weil wir suchen und fragen, uns freuen und hoffen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine ermutigende Lektüre!

Miriam Leidinger

Beiträge aus Heft 6/2018

Segnen, beleben, aufrichten

Von Rosa Ramos

Spiritualität der Begegnung und Aufnahme I Missionarische Spiritualität in einer komplexen und gespaltenen Welt braucht mehr als missionarischen Eifer und Sendungsbewusstsein. weiterlesen »

»Missionarische Jüngerschaft«

Von Margit Eckholt

In den Spuren der Konferenz von Medellín (1968) I 2018 wurde vielerorts das 50-jährige Jubiläum der zweiten Generalversammlung des lateinamerikanischen Episkopats in Medellín begangen. Der Rückblick auf die Entwicklungen von Medellín über Puebla und Aparecida bis zum apostolischen Schreiben Evangelii gaudium von Papst Franziskus macht deutlich: Die Konferenz von Medellín ist nicht nur für Lateinamerika, sondern für die gesamte Weltkirche bedeutsam und stellt einen wichtigen Schlüssel dar, um das Pontifikat von Franziskus zu interpretieren. In der Druckausgabe lesen    

Zum Hören aufgerufen

Von Virgina R. Azcuy

Papst Franziskus entfaltet eine missionarische Spiritualität in »Evangelii gaudium« I Evangelii gaudium, Freude des Evangeliums, ist das erste apostolische Schreiben von Papst Franziskus. Es wurde am 24. November 2013 veröffentlicht und trägt den Untertitel »Über die Verkündigung des Evangeliums in derWelt von heute«. Franziskus vertieft darin die Grundlage jeder Verkündigung: das Hören. Nur wer auf dasWort hört und das »Ohr beim Volk« hat, kann das Wort verkündigen. Ein zentraler Gedanke aus Evangelii gaudium, den man nicht überhören sollte. In der Druckausgabe lesen    

Transforming discipleship

Von Christoph Anders und Michael Biehl

Nachfolge, die verwandelt I Im März dieses Jahres fand die 14. ökumenische Weltmissionskonferenz in Arusha, Tansania, statt. Ihr Motto »Moving in the spirit – called to transforming discipleship« gibt Anlass, dem Begriff und der Bedeutung von »Nachfolge« neu nachzugehen und die Erfahrungen und Erkenntnisse von Arusha zu reflektieren. In der Druckausgabe lesen    

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