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Südafrika

Kirchenrat von Mosambik verurteilt Gewalt gegen Ausländer

„Christen Nigeria und Mosambik führen ihre Bürger zurück

Der Kirchenrat von Mosambik hat die Gewalt gegen Ausländer/-innen im benachbarten Südafrika verurteilt, bei der mehrere Menschen ums Leben gekommen waren. Ihre eigene Regierung riefen die Kirchenführer zum Handeln auf. „Dass unsere Regierung zu diesem Thema schweigt, bereitet unseren Bürgern große Sorge", zitiert die Zeitung „O Pais" die Geistlichen. Rund um Johannesburg und Pretoria war es zu Ausschreitungen gegen Migrant/-innen gekommen. Wütende Südafrikaner/-innen beschuldigten afrikanische Einwander/-innen, unter anderem aus Nigeria, ihnen Arbeitsplätze zu „stehlen"; sie steckten Dutzende Läden, teils von Immigrant/-innen, in Brand. Staatspräsident Cyril Ramaphosa verurteilte die Gewalt als „nicht hinnehmbar". Die Beziehungen zwischen Südafrika und seinen afrikanischen Nachbarn sind angespannt. Nigeria, Ruanda und Malawi sagten etwa ihre Teilnahme am „Weltwirtschaftsforum für Afrika" ab, das in Kapstadt stattfand. In der Demokratischen Republik Kongo und Nigeria kam es zu Racheakten gegen südafrikanische Bürger/-innen und Unternehmen. Unterdessen haben Hunderte Nigerianer/-innen Südafrika verlassen. Zuvor hatte Nigerias Regierung angekündigt, mit der Unterstützung einer nigerianischen Fluglinie mehr als 600 Betroffene „repatriieren" zu wollen. Neben Nigeria hatte auch Mosambik die freiwillige Rückführung seiner Bürger/-innen angekündigt.

Foto: Temilade Adelaja/Reuters
Eine nigerianische Familie landet gerade in Lagos, nachdem sie vor den fremdenfeindlichen Angriffen in Südafrika geflohen ist.